Mannheim. Der FC Hansa hat seine Erfolgsserien in der 3. Liga ausgebaut. Die Rostocker gewannen am Sonntag (25. Januar) beim SV Waldhof Mannheim völlig verdient mit 4:0 (2:0). Sie blieben damit im zwölften Spiel in Folge ungeschlagen. Zudem feierten sie den fünften Auswärtssieg hintereinander. Vereinsrekord!
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Hansa-Chefcoach Daniel Brinkmann war mit dem Auftritt seiner Schützlinge in Mannheim „durchweg zufrieden“. Das Ergebnis sei ein, zwei Tore zu hoch ausgefallen. „Aber wir sind der total verdiente Sieger. Wir waren in der ersten Halbzeit sehr dominant, haben gar nichts zugelassen und zum richtigen Zeitpunkt die Tore erzielt“, analysierte der 39-Jährige.
Ryan Naderi bereitet drei Tore des FC Hansa vor
Sein Team bestimmte vor 13.869 Zuschauern im Carl-Benz-Stadion, darunter mehr als 2000 Gäste-Fans, von Beginn an das Geschehen. Ein Kopfball des überragenden Ryan Naderi, der die ersten drei Treffer klasse vorbereitete und einmal mehr seinen Wert für den Koggenklub unterstrichen hat, ging noch am Tor vorbei (5.).
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Aber nur sieben Minuten später zappelte der Ball im Netz des Mannheimer Tores. Und wie! Nach einer Flanke von Viktor Bergh legte Naderi ab und der aufgerückte Jonas Dirkner hämmerte das Spielgerät aus rund 17 Metern Torentfernung in die Maschen – 1:0 für den FC Hansa (12.).
Es ist geil, die Serie von zwölf Spielen ohne Niederlage ausgebaut zu haben.
Marco Schuster
Mittelfeldspieler des FC Hansa Rostock
Auf der Gegenseite störte Naderi entscheidend, so dass der Kopfball von Oluwaseun Ogbemudia übers Rostocker Tor ging (15.). Es blieb der einzige nennenswerte Abschluss der Gastgeber im ersten Durchgang. Hansa kontrollierte das Spiel, besonders nach dem frühen Platzverweis für Mannheim: Emmanuel Iwe foulte zweimal plump und sah die Gelb-Rote Karte (30.).
Die Überzahl nutzte Hansa schnell aus. Andreas Voglsammer traf nach toller Vorarbeit von Naderi sehenswert per Kopf zum 2:0-Halbzeitstand für Rostock (39.). Dirkner traf kurz darauf noch das Außennetz (44.).
Hansa-Torwart Benjamin Uphoff verhindert das 1:2
Im zweiten Durchgang ließen sich die Rostocker etwas einlullen. Da mangelte es an Tempo und Aggressivität. Außerdem schlichen sich Nachlässigkeiten ein. Aber Hansa-Torwart Benjamin Uphoff war zweimal zur Stelle und verhinderte gegen Felix Lohkemper den Anschlusstreffer (59., 66.).
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„Da hat Uppi bravourös pariert. Das Spiel kann da noch mal deutlich enger werden“, bedankte sich Brinkmann bei seiner Nummer eins. Insgesamt war er allerdings mit der Defensivleistung seines Teams zufrieden.
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Brinkmann reagierte nach der Mannheimer Doppelchance mit einem Doppelwechsel: Cedric Harenbrock und Emil Holten kamen für Benno Dietze und Andreas Voglsammer ins Spiel. Und der dänische Angreifer war kurz darauf zur Stelle. Nach Querpass von Naderi schob er zum 3:0 ein (75.). Das war die Entscheidung.
In der Folge kontrollierte Hansa wieder die Partie. Der ebenfalls eingewechselte Christian Kinsombi traf schließlich per Traumtor – volley in die lange Ecke – nach Harenbrock-Flanke zum 4:0-Endstand (85.).
„So können wir weitermachen“, sagte Brinkmann mit Blick auf die kommenden Aufgaben. Weiter geht es für den FC Hansa am kommenden Sonnabend (31. Januar, 14 Uhr) im heimischen Ostseestadion gegen den FC Ingolstadt.
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Im Hinspiel trennten sich beide Seiten 1:1. Diesmal soll ein Dreier her. Denn nur mit Siegen kann der Aufstieg gelingen. Das weiß auch Marco Schuster. „Es ist geil, die Serie von zwölf Spielen ohne Niederlage ausgebaut zu haben“, sagte der 30-Jährige.
Hansa Rostock feiert dritten Sieg bei Waldhof Mannheim
Doch mit Blick auf den schwachen Rostocker Saisonstart und die Konkurrenz an der Tabellenspitze, die bereits am Sonnabend zu großen Teilen vorgelegt hatte, ergänzte der Routinier: Die Serie sei auch nötig, damit Hansa seinen Zielen näherkomme. Aktuell belegt der FCH mit 38 Punkten den vierten Rang. Der Rückstand auf Platz 1 beträgt zwei Zähler.
Vielleicht ein gutes Omen für die laufende Saison? In Mannheim war es für die Rostocker der dritte Sieg überhaupt. Auch im Oktober 2020, als Maurice Litka und John Verhoek die Tore zum 2:1-Erfolg der Mecklenburger erzielten, und im April 1995, als Slawomir Chalaskiewicz und Jacek Mencel zum 2:0-Sieg trafen, gewann Hansa beim Waldhof. Am Ende beider Spielzeiten stieg der FCH auf.
Statistik: Aufstellungen, Wechsel und Tore
Mannheim: Nijhuis – Klünter, N. Hoffmann, Ogbemudia (verletzt/54. Thalhammer), Sechelmann (83. Kryeziu) – Sietan, Michel – Thill (46. Asallari), Iwe – Ferati (67. Bierschenk) – Lohkemper (67. Boyd)
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FC Hansa: Uphoff – Mejdr (46. Neidhart), Gürleyen, Carstens (78. Pfanne), Bergh – Schuster – Dirkner, Fatkic – Dietze (68. Harenbrock) – Naderi (83. Kinsombi), Voglsammer (68. Holten)
Tore: 0:1 Dirkner (12.), 0:2 Voglsammer (39.), 0:3 Holten (75.), 0:4 Kinsombi (85.)
Gelb-Rot: Iwe (30., Mannheim/wdh. Foul)
Gelbe Karten: V. Thill / Mejdr
Schiedsrichter: Lukas Benen (Nordhorn)
OZ