Wendeburg. Im kommenden September ist Kommunalwahl in Niedersachsen. Unter anderem werden die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister der Kommunen gewählt. In der Gemeinde Wendeburg hat jetzt der Meerdorfer Bernd Antonius mitgeteilt, dass er sich als parteiloser Einzelkandidat um das Amt des Bürgermeisters bewirbt.
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Antonius ist 59 Jahre alt und stammt aus Meerdorf, wo er auch heute lebt. Er ist verheiratet, das Paar hat zwei erwachsene Töchter. Seit mehr als 30 Jahren ist Bernd Antonius als selbstständiger Rechtsanwalt tätig, seit über 20 Jahren betreibt er mit seiner Ehefrau, der Rechtsanwältin Jeanette Antonius, eine Kanzlei in Wendeburg.
Viele Jahre in der Kommunalpolitik
Auch als Kommunalpolitiker ist Antonius in seiner Heimatgemeinde seit vielen Jahren aktiv: Seit über 25 Jahren engagiert er sich ehrenamtlich politisch. Unter anderem war er als Ratsherr Vorsitzender des Gemeinderates und Mitglied im Ortsrat von Meerdorf. Von 2016 bis 2021 war er Ortsbürgermeister.
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„Für mich ist Politik kein Selbstzweck, sondern eine Möglichkeit, unser Leben vor Ort besser zu machen“, sagt er. Sollte er Bürgermeister werden, wolle er vorurteilsfrei neue Ansätze in die Verwaltungsarbeit einbringen. „Bürgernähe heißt für mich verständliche Informationen, transparente Entscheidungen und ein offenes Ohr ohne zusätzliche Bürokratie“, schreibt er auf seiner Homepage.
Konflikte sind nicht vermeidbar, der Umgang mit diesen ist aber entscheidend
Bernd Antonius
Bürgermeisterkandidat für Wendeburg
Er wolle zwischen Verwaltung, Politik und Bürgerschaft vermitteln, wohl wissend, dass zur täglichen Arbeit in der Politik unterschiedliche Meinungen und Perspektiven gehören. „Konflikte sind nicht vermeidbar, der Umgang mit diesen ist aber entscheidend“, schreibt er. Mit seiner Zusatzausbildung als Mediator und mehr als 59 Jahren Lebenserfahrung habe er gelernt, Konflikte in allen Lebenslagen zu lösen.
Ein wenig kurios ist die Kandidatur von Antonius: In der Kommunalpolitik kennt man ihn seit Langem als CDU-Mann. „Als ich mich im Sommer 2025 entschieden habe, als Bürgermeister zu kandidieren, stand die Kandidatin der CDU bereits seit mehreren Monaten fest. Deshalb gab es für mich keine Möglichkeit mehr, für die Partei anzutreten“, erklärt er. Sein Austritt aus der CDU sei die logische Konsequenz gewesen. Den CDU-Gemeindeverband habe er vorab über seine Entscheidung informiert.
130 Unterstützer-Unterschriften gesammelt
„Ich musste 130 Unterschriften von Menschen sammeln, die mich unterstützen. Das war kein Problem“, schildert er. Damit er die herausfordernde Zeit bis zur Wahl nicht allein bewältigen muss, hat er sich ein kleines Wahlkampfteam zusammengestellt.
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Seine Anwaltskanzlei werde er abwickeln, wenn es mit dem Einzug ins Rathaus klappt. Aufgrund seines Alters würde er für eine Wahlperiode zur Verfügung stehen: Die übernächste Bürgermeister-Wahl wird voraussichtlich 2034 stattfinden. Dann ist Antonius 68 Jahre alt und darf laut dem niedersächsischen Kommunalwahlsystem nicht mehr antreten.
Der Vorsitzende des CDU-Gemeindeverbandes Swen Goldschmidt bestätigt den Prozess. „Wir waren bereits frühzeitig aktiv, um die Nachfolge von Bürgermeister Gerd Albrecht verantwortungsvoll vorzubereiten. Schon 2024 haben wir uns auf die Suche nach einer geeigneten Person gemacht“, sagt er.
CDU hat sich schon früh entschieden
Man habe bewusst in alle Richtungen geschaut und sei offen in den Prozess gestartet. Die ersten intensiven Gespräche seien bereits im Oktober 2024 geführt worden. Schnell habe man sich darauf geeinigt, dass die parteilose Julia Schmidtke die Unterstützung der CDU bekommen soll. „Sie bringt aus unserer Sicht die notwendigen Voraussetzungen mit“, sagt Goldschmidt. Schon im März 2025 wurde sie der Öffentlichkeit als Kandidatin vorgestellt.
Einige Zeit nach dem Auswahlprozess habe Bernd Antonius die Entscheidung getroffen, als Parteiloser zu kandidieren. „Nun freuen wir uns auf einen fairen Wahlkampf und eine spannende Wahl“, erklärt Goldschmidt.
PAZ