Werther. 17 Tage lang haben die Besitzer der Terrier-Hündin Saga gehofft und gebangt – nun gibt es traurige Gewissheit: Saga ist tot. Die Hündin wurde in Werther am Schwarzbach gefunden, wie Tiersuchexpertin Daniela Teschner am Sonntag im Gespräch mit dem „Haller Kreisblatt“ erklärt. Die Expertin ist von der Nachricht noch ganz geschockt.
Gefunden wurde Saga von einer Hundebesitzerin und ihrem Tier beim Spaziergang. Auf einem Feldweg nahe des Schwarzbachs ließ sie ihren Hund laufen und dieser fand eine Betonrohrfalle – direkt daneben der tote Körper von Saga. Die Frau schrieb auf Facebook, wo sie die Nachricht vom Tod Sagas veröffentlichte, dass die Besitzer Saga mittlerweile abgeholt haben.
Es ist das traurige Ende einer 14-tägigen Suche, an der sich zahlreiche Personen beteiligt haben. Mit Drohnen und viel Manpower wurde wenige Tage nach dem Verschwinden von Saga (8. Januar) nach der Hündin gesucht. Auch in dem Bereich, in dem jetzt ihr toter Körper gefunden wurde. Da Leine und Geschirr am Eingang der Falle hingen und der tote Körper am Ende des zur Falle gehörenden Betonrohrs lag, haben alle Beteiligten viele offene Fragen.
Nach Rücksprache mit den zuständigen Jägern konnte Daniela Teschner klären, dass diese Fallen zwar aktiv sind, aber kontinuierlich überwacht werden und es zu keinem Zeitpunkt eine Meldung aus dieser Falle gab. Auch die Jäger waren sehr betroffen über den Fund.
Der Tod der Hündin in Werther lässt Fragen offen
Was genau mit Saga passiert ist, lässt sich laut Daniela Teschner noch nicht sagen. Sie vermutet, dass die Terrier-Hündin verhungert ist. Zumindest deutet ihr abgemagerter Körper, der keine weiteren Verletzungen aufweist, darauf hin. Man fragt sich, warum niemand sie dort entdeckt hat und warum niemand sie gehört hat? Oder ist sie dort erst kürzlich abgelegt worden? Daniela Teschner macht klar: „Zum jetzigen Zeitpunkt wissen wir noch nicht, was passiert ist.“ Auch die Jagdpächter können sich das Ganze nicht erklären. Wäre Saga in die Falle geraten, hätte ein Sensor auslösen und dem Jagdpächter Bescheid geben müssen.
Für die Besitzer von Saga ist es ein trauriger Tag. Zwar hat die Ungewissheit endlich ein Ende, doch der Tod der Hündin ist für sie ein großer Schock. Während der tagelangen Suchaktion hatten die Besitzer stets auf ein Happy End gehofft. Es wurden sogar 1.000 Euro Belohnung für Hinweise ausgelobt, die Hinweise auf Sagas Verbleib liefern. Die zweieinhalbjährige Hündin war ihren Besitzern am 8. Januar bei einem Spaziergang in Häger entwischt.
Daniela Teschner, die bereits viele entlaufene Hunde in der Region aufgespürt hat, hatte sich auf die Suche begeben. Dabei wurde sie von vielen unterstützt, die gezielt in Häger und Umgebung nach der Hündin gesucht haben. Besonders kritisch war die Suche von Anfang an, da Saga zu einem Zeitpunkt verschwunden war, als die Temperaturen durchgängig im Minusbereich lagen.
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