NRW bleibt ein Land der langen Staus: Laut dem aktuellen TomTom-Verkehrsindex müssen Autofahrer in Städten wie Essen, Köln oder Düsseldorf immer mehr Zeit im Auto verbringen.
Die Wartezeiten nahmen 2025 vielerorts weiter zu, und auch für 2026 erwarten Experten wenig Entspannung.
Essen steht bei Staus bundesweit an Platz zwei
Besonders belastet ist Essen, das mit 39,3 Prozent Stau-Rate den zweiten Platz im bundesweiten Vergleich hinter Berlin einnimmt. Autofahrten dauern dort im Schnitt fast 40 Prozent länger als bei freier Fahrt – Pendler mit zehn Kilometern Arbeitsweg verlieren dadurch jährlich etwa 46 Stunden. Die durchschnittliche Geschwindigkeit sank in Essen auf nur noch 36 km/h.
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Auch die Reisegeschwindigkeiten in anderen NRW-Städten gaben Anlass zur Sorge: Während Köln auf 43,6 km/h kam, fiel Düsseldorf im Schnitt auf 33,1 km/h – ein Ausdruck der hohen Verkehrsauslastung. Selbst Fahrradstädte wie Münster meldeten steigende Stau-Raten (plus 3,3 Prozent auf 28,5 Prozent). Doch eine rühmliche Ausnahme gibt es: Bochum konnte die Stau-Werte deutlich senken, und auch Wuppertal verzeichnete leichte Verbesserungen.
Essens Pendler leiden weiter unter den Staus
Die Studie zeigt, dass die Zeitverluste in den meisten NRW-Städten weiter steigen oder bestenfalls stagnieren. Gründe sind nicht nur der Rekordhöchststand zugelassener Fahrzeuge, sondern auch die Bauarbeiten an Straßen, Kanälen und anderen Infrastrukturen. Diese seien zwar dringend nötig, brächten kurzfristig jedoch zusätzliche Belastungen für Autofahrer.
Hohe Mieten und begrenzter bezahlbarer Wohnraum treiben viele Arbeitnehmer ins Umland, wodurch die Pendelwege verlängert werden. „Viele Pendler sind auf das Auto angewiesen, da alternative Verkehrsangebote außerhalb der Städte oft nicht ausreichen“, heißt es in der Auswertung für NRW.
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Auch 2026 werden sich Autofahrer – besonders in Städten wie Essen – auf weiter hohe Stau-Raten einstellen müssen. Die Studie unterstreicht, wie groß die Herausforderungen für das Verkehrssystem in NRW bleiben. Ohne klare Maßnahmen zur Entlastung dürfte die tägliche Geduldsprobe für Autofahrer noch lange anhalten.