Buchholz. Diese Niederlage gibt wenigstens ein bisschen Hoffnung im harten Abstiegskampf der 2. Bundesliga. Die Handballerinnen der HL Buchholz 08-Rosengarten Luchse kassierten mit dem 22:23 (7:11) beim Bergischen HC 06 zwar die sechste Niederlage in Folge und bleiben Schlusslicht. Doch die deutliche Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit zeigte, dass die Mannschaft noch lebt und an sich glaubt.

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„Die Wochen ohne Handball haben mir gezeigt, wie sehr mir der Sport und das Team fehlen.“

Antonia Pieszkalla

Rückkehrerin bei den Luchsen.

„Wir haben ein starkes Spiel gezeigt und bis zur letzten Sekunde an uns geglaubt. Am Ende sind es zwei individuelle Fehler in der Abwehr, die uns etwas Zählbares kosten“, meinte Luchse-Trainer Dubravko Prelcec. Der Abstiegskampf bleibt eng. Der Rückstand auf den TuS Lintfort beträgt drei Punkte – genau dort sind die Luchse am kommenden Sonntag gefordert.

Comeback für Antonia Pieszkalla

Ihr Comeback in Solingen gab Antonia Pieszkalla. Die 23-jährige Rückraumspielerin hatte im vergangenen Frühjahr aus persönlichen Gründen ihren Abschied erklärt. Nun ist sie zurück: „Ich fühle mich gut – und ich habe wieder richtig Lust auf Handball. Die Wochen ohne Handball haben mir gezeigt, wie sehr mir der Sport und das Team fehlen. Umso schöner ist es jetzt, wieder in der Halle zu stehen und Teil der Mannschaft zu sein.“

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Auch Luchse-Trainer Dubravko Prelcec sieht in ihrem Comeback einen wichtigen Baustein für die laufende Saison: „Antonia bringt enorme Erfahrung mit, trotz ihres jungen Alters. Sie hat Führungsqualitäten entwickelt, kennt unsere Abläufe und ist auf mehreren Positionen flexibel einsetzbar.“

Nur 100 Zuschauer in Solingen

Die Partie vor nur 100 Zuschauern in Solingen begann denkbar schlecht für die Gäste, die sich zu viele Fehler im Angriff leisteten und sich bei Torhüterin Anja Rossignoli bedanken konnten, dass der Rückstand in der ersten Halbzeit nie mehr als vier Tore betrug. „Aber wir haben uns nie aufgegeben und konzentriert gearbeitet“, so Prelcec.

Die Gastgeberinnen zogen sogar auf 15:10 davon (35.), doch allmählich arbeiteten sich die Luchse in die Partie hinein. Die Abwehr arbeitete aggressiver, der Angriff agierte geduldiger. Angeführt von Tine Hinz (5 Tore), Lotta Christiansen (4) und Lene Marie Forsbach (3) kämpften sich die Gäste Tor um Tor heran, glichen in der 46. Spielminute schon zum 17:17 durch Marla Sophie Mathwig aus, gingen dann sogar dreimal in Führung.

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Doch am Ende setzte sich die größere Erfahrung der Gastgeberinnen durch. 24 Sekunden vor Spielende erzielte Svenja Mann in Unterzahl den Treffer zum 23:22 für den Bergischen HC. Einen Angriff hatten die Luchse noch, konnten diesen aber nicht verwerten.

LZ/WA