Valtteri Kemilaeinen gegen Tyler Spezia

Stand: 25.01.2026 19:24 Uhr

Es ist geschafft: Mit dem 16 Sieg in Serie haben die Kölner Haie eine neue Bestmarke in der Deutschen Eishockey Liga aufgestellt. Leidtragender waren dieses Mal die Nürnberg Ice Tigers, die in der Domstadt mit 2:5 (1:1, 1:2, 0:2) den Kürzeren zogen.

Die Kölner haben ihren Playoff-Platz seit dem 3:2-Erfolg in Schwenningen am Freitag sicher und eine Siegesserie, die sie weiter ausbauen wollen. Gegen die Nürnberger sollte am Sonntag zu Hause Nummer 16 folgen, und so kam es dann auch.

42. Powerplay-Tor beschert Köln erste Führung

Dabei es war einmal mehr – zum 42. Mal – das Powerplay, das den Haien einen guten Start ins Spiel bescherte. Es sah schon so aus, als sollte ihr erstes Überzahlspiel ohne echte Torchance zu Ende gehen, als alles plötzlich ganz schnell ging. Die Haie stürmten ins Tigers-Drittel, und 13 Sekunden vor Ablauf der ersten Nürnberger Strafe wurde Dominik Bokk in zentraler Position angespielt, hatte zu viel Platz und überwand Niklas Treutle im linken oberen Eck (11. Minute).

Das beste Powerplay-Team der Liga hatte erneut zugeschlagen. Die Ice Tigers zählen in dieser Statistik zu den schlechteren Mannschaften, verbesserten ihre Bilanz jedoch, als Maximilian Kammerer für die Haie auf der Strafbank saß – mit einer Direktabnahme von Cody Haiskanen zum 1:1 (15.). Wenige Sekunden zuvor hätte Ryan MacInnis für Köln in Unterzahl um ein Haar auf 2:0 erhöht, scheiterte aber im 1:1 gegen Treutle (14.).

Latte verhindert Führung der Nürnberger

Letztlich hatten die Hausherren sogar Glück, dass sie nicht mit einem Rückstand in die erste Pause gingen. In der Schlusssekunde prallte Charlie Gerards Schuss von der Latte ab – Haie-Keeper Janne Juvonen wäre chancenlos gewesen. Nach dem Seitenwechsel setzte Will Graber für die Gäste das erste Ausrufezeichen, als er sich stark gegen zwei Verteidiger durchsetzte, das Gehäuse von Juvonen aber knapp verfehlte (24.).

Noch knapper war es nach einer ähnlich schönen Einzelaktion von Nate Schnarr, der für Köln nach Lattentreffern ausglich (30.). Zu dem Zeitpunkt war schon eine Strafe gegen Nürnberg angezeigt, die für die Gäste dieses Mal folgenlos blieb. Das 2:1 bekamen die Haie-Fans dann serviert, als alle Spieler auf dem Eis waren: Nach Puckgewinn im eigenen Drittel schickte Frederik Storm Patrick Russell auf die Reise, der vor dem Nürnberger Tor quer auf Gregor MacLeod legte, der wiederum den Pfosten traf, und von dort flog die Scheibe zum mit nach vorne geeilten Storm, der abstaubte (34.).

Juvonen bewahrt Haie im Schlussdrittel vor erneutem Ausgleich

Ein schön ausgefahrener Konter, über den sich die Haie keine zwei Minuten freuen konnten. Das waren sie indes selbst schuld, da sie sich im eigenen Drittel einen unnötigen Scheibenverlust leisteten, den Cole Maier in einer unübersichtlichen Situation vor Juvonens Kasten nach missglückten Kölner Klärversuchen zum 2:2 nutzte (36.). Aber da ist ja noch das Kölner Überzahlspiel, in dem sie nicht immer, aber eben sehr oft treffen. So auch in der 40. Minute, als Valtteri Kemiläinen eine Zwangsspause des eben noch als Torschützen gefeierten Maier per Schlagschuss von der blauen Linie mit dem 3:2 bestrafte.

Von diesem Rückschlag zeigten sich die Ice Tigers nach der letzten Pause gut erholt. In der 41. Minute hatte Brett Murray innerhalb von elf Sekunden gleich zwei große Chancen zum Ausgleich, die Juvonen beide mit starken Paraden entschärfte. Der finnische Schlussmann blieb hellwach und verwehrte kurz darauf Tyler Spezia den Torjubel (43.). Treutle machte es auf der Gegenseite nicht schlechter, als er gegen MacInnis auf dem Posten war (45.).

Zwei Treffer ins leere Tor besiegeln Nürnberger Niederlage

Diese Chance markiert gleichzeitig das Ende der Nürnberger Drangphase. Erst in den letzten Minuten der Partie schafften es Gäste wieder, etwas mehr Druck aufzubauen und nahmen ihren Torhüter bei einem Bully im Kölner Drittel bereits etwas mehr als drei Minuten vor dem Ende erstmals vom Eis, um für Überzahl zu sorgen. Doch Juvonen und die Kölner hielten stand, und sorgten mit zwei „Empty-Net“-Toren von Schnarr (58.) und MacLeod (60.) für die Entscheidung.

Mit dem Erfolg gegen Schwenningen hatten die Rheinländer den Rekord der meisten Siege in Folge der Adler Mannheim aus der Saison 2001/02 egalisiert – nun sind sie alleiniger Rekordhalter. Somit können sie mit noch etwas breiterer Brust und noch etwas entspannter in ihr Heimspiel gegen die Löwen Frankfurt am Dienstag gehen (19.30 Uhr).

Unsere Quellen:

  • DEL-Spiel Kölner Haie gegen Nürnberg Ice Tigers am 25.01.2026 (Live-Übertragung bei MagentaSport)

Sendung: WDR.de, „Kölner Haie marschieren weiter“, 25.01.2026, 19:24 Uhr

Westdeutscher Rundfunk