
Der SC Freiburg hat nach einem Rückstand noch gegen den 1. FC Köln gewonnen und ist in der Tabelle der Fußball-Bundesliga an Eintracht Frankfurt vorbeigezogen.
Durch das 2:1 (2:1) gegen die Kölner rückt Freiburg in der Tabelle auf Rang sieben vor. Der 1. FC Köln bleibt durch die Niederlage Tabellenzehnter. Freiburgs Verteidiger Max Rosenfelder hatte die Kölner per Eigentor in Führung gebracht (10.), Derry Scherhant traf zum schnellen Freiburger Ausgleich (11.). Igor Matanović erzielte das Siegtor für den SC Freiburg (44.).
Gegen ein Team wie Köln habe es einer kämpferischen leistung bedurft, sagte Freiburgs Trainer Julian Schuster im Gespräch mit der Sportschau. „Das hat die Mannschaft sehr gut umgesetzt und sich den Sieg verdient – aber es war vieles notwendig.“
Köln führt früh und kassiert sofort den Ausgleich
Nachdem Köln in der Vorwoche schwach ins Spiel gegen Mainz gestartet war, am Ende aber eine Negativserie von acht sieglosen Spielen in Folge beendet hatte, veränderte Trainer Lukas Kwasniok die Startelf auf gleich fünf Positionen. Die frühe Führung für die Kölner erzielte aber ein Freiburger: Max Rosenfelder bugsierte eine Hereingabe des Kölners Linton Maina ins eigene Tor (10. Minute).
Zu Rosenfelders Erleichterung fanden seine Teamkollegen sofort die Antwort: Praktisch im Gegenzug spielte Yuito Suzuki in Bedrängnis Derry Scherhant im Zentrum an, der gekonnt Kölns Torwart Marvin Schwäbe überlupfte (11.). „In der ersten Hälfte haben wir Fehlentscheidungen in Situationen getroffen, die spielentscheidend sind“, sagte Schwäbe im ARD-Hörfunk. Ein Auftrieb sei aus seiner Sicht aber „auf jeden Fall da“.
Freiburgs Matanović dreht das Spiel
Obschon die Freiburger noch am Donnerstag in der Europa League zu Hause gegen Maccabi Tel Aviv im Einsatz (1:0) waren, während Köln die ganze Woche zur Vorbereitung hatte, spielten die Gastgeber fortan überlegen. Erst am Ende der ersten Hälfte kamen sie indes zu einem weiteren Torabschluss – mit Erfolg: Igor Matanović traf im Nachsetzen aus dem Getümmel, nachdem Jan-Niklas Beste den Ball in den Strafraum geflankt hatte (44.). Es war Matanović viertes Tor im fünften Pflichtspiel seit der Winterpause.
„Es war ein enges Spiel, es hätte in der zweiten Hälfte in jede Richtung gehen können“, sagte Freiburgs Matthias Ginter der Sportschau. „Wir hätten es früher entscheiden können, aber Köln hat auch immer wieder brenzlige Situationen gehabt.“
Freiburg verpasst die Vorentscheidung
Nach der Pause hatte Köln eine kurze Drangphase, die große Chance zum nächsten Tor bot sich aber Freiburg: Alessio Castro-Montes blockte einen Schuss von Matanović mit dem Arm ab. Den fälligen Strafstoß führte Matanović aus, aber Kölns Schlussmann Marvin Schwäbe parierte den Schuss (66.).
In der 89. Minute verpasste Freiburg die Entscheidung, als Lukas Höler mit einem Flugkopfball ebenfalls an Schwäbe scheiterte. Köln bemühte sich um den Ausgleich, wurde aber kaum noch gefährlich.
Zwei aktuelle Bundesliga-Statistiken wurden durch das Ergebnis mit Leben gefüllt: Freiburg ist in dieser Saison nun Spitzenreiter in der Wertung mit Punkten nach Rückständen (15 Zähler). Kein Klub verspielte dagegen so viele nach eigener Führung wie Köln (16).
Köln gegen Wolfsburg, Freiburg in Lille und Stuttgart
Der 1. FC Köln empfängt nun am Freitagabend den VfL Wolfsburg (20.30 Uhr).
Der SC Freiburg ist schon am Donnerstag (21 Uhr) am letzten Spieltag in der Europa League beim OSC Lille im Einsatz. Um das Achtelfinale sicher zu erreichen, reicht dem Sport-Club ein Punkt. Sollte es wider Erwarten doch nur für die Zwischenrunde reichen: Am Freitag (13 Uhr) findet die Auslosung statt. In der Bundesliga geht es für Freiburg am Sonntagnachmittag mit dem Derby beim VfB Stuttgart weiter (15.30 Uhr).