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Wie überzeugt man einen Sender, eine der aufwändigsten Sci-Fi-Geschichten als Hochglanzserie zu adaptieren? Im Fall von „Foundation“ hat ein Satz gereicht.

Apple TV gilt von allen Streaming-Anbietern seit ein paar Jahren als die zuverlässigste Adresse für gute Sci-Fi-Serien. Exemplarisch nennenswert sind „For All Mankind“, „Severance“, „Silo“, „See“, „Hello Tomorrow!“, „Dark Matter“, „Monarch: Legacy of Monsters“, „Sunny“, „Murderbot“ und zuletzt „Pluribus“. Kenner werden schon bemerkt haben, dass ein Titel hier noch fehlt: „Foundation“, David S. Goyers Adaption der hochkomplexen Vorlage von Isaac Asimov.

Szenenbild der Sci-Fi-Serie „Foundation“Szenenbild der Sci-Fi-Serie „Foundation“ © Apple TV / Stephan Martiniere

Seit dem Serienstart im September 2021 sind von der teuren Produktion (mit Stars wie Lee Pace, Jared Harris und Lou Llobell) schon drei Staffeln erschienen. Im Schnitt kommt „Foundation“ auf einen Kritiker-Score von beachtlichen 87 Prozent beim Review-Aggregator Rotten Tomatoes (Staffel 2 hält sogar 100 Prozent). Doch wie kam es überhaupt dazu? Jetzt das Angebot von Apple TV entdecken (Affiliate-Link).

Das war der perfekte Pitch für „Foundation“ bei Apple TV

In einem Interview mit The Hollywood Reporter erinnerte sich Goyer vor ein paar Jahren daran, mit welchem Pitch er Apple sein Projekt verkauft hat. Ein Satz soll laut dem Showrunner genügt haben: „Es ist ein tausendjähriges Schachspiel zwischen Hari Seldon und dem Imperium; und all die Charaktere, die dazwischenstehen, sind wie Bauern, obwohl manche der Bauern im Lauf der Saga Könige und Königinnen werden.“

Es dürfte wahrscheinlich auch nicht geschadet haben, dass viele damals „Foundation“ schon als eine Art „Game of Thrones“ im Weltall bezeichnet haben. Sender und Studios scheuen sich oft davor, komplexe Welten auf die Bildschirme zu bringen, weil dies mit hohen Kosten verbunden ist und manche Zuschauer überfordern könnte – oder vielleicht eingefleischte Fans der Vorlage enttäuschen. Doch das genannte Fantasy-Spektakel ist das Paradebeispiel dafür, dass sich solch ein mutiges Unterfangen auszahlen kann.

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Nach eigenen Aussagen sei es für Goyer die schwierigste Herausforderung gewesen, „Foundation“ als Serie emotional anzureichern, weil er die Bücher als eher nüchtern geschrieben wahrgenommen habe. Die Geschichte handelt von einer galaktischen Zivilisation vor dem Kollaps. Der Mathematiker Hari Seldon prophezeit mit seiner „Psychohistorik“ den Untergang des Imperiums und gründet die Foundation, um das Wissen der Menschheit zu bewahren. Die Serie zeigt eine Gruppe Ausgestoßener, die versuchen, die menschliche Zivilisation zu retten und neu aufzubauen.

Inzwischen ist auch schon eine vierte Staffel von „Foundation“ bestellt, doch Goyer steigt als Serienchef tatsächlich aus. Nun müssen andere die kreativen Zügel übernehmen und versuchen, seine große Vision umzusetzen. Denn im besten Fall sollen – genau wie bei „Game of Thrones“ – ganze acht Staffeln zustande kommen. Doch Apple entscheidet von Jahr zu Jahr, wie sehr sie noch an den Pitch von damals glauben.