Katharina Dröge
„Jens Spahn ist ein echtes Problem“
26.01.2026 – 06:06 UhrLesedauer: 1 Min.
Katharina Dröge und Jens Spahn stehen im Bundestag (Archivbild): Die Kölner Bundestagsabgeordnete geht in einem Interview mit dem CDU-Fraktionsvorsitzenden hart ins Gericht. (Quelle: IMAGO/dts Nachrichtenagentur/imago-images-bilder)
Die Kölner Grünen-Politikerin lässt kein gutes Haar am CDU-Fraktionschef. Sie wirft ihm grundlegende Fehler vor. Was genau sie ihm vorwirft.
Die Grünen-Fraktionsvorsitzende und Bundestagsabgeordnete aus Köln, Katharina Dröge, hat dem CDU-Fraktionschef Jens Spahn in ungewöhnlich scharfer Form die Eignung für sein Amt abgesprochen. „Jens Spahn ist für seinen Job nicht geeignet“, sagte Dröge in einem Interview mit der „Kölnischen Rundschau“. Spahn sei „ein echtes Problem für die Stabilität dieser Koalition“.
Dröge begründete ihre Kritik mit mehreren Vorfällen, bei denen die Union intern gespalten war. So habe Bundeskanzler Friedrich Merz im ersten Wahlgang nicht die notwendigen Stimmen aus der eigenen Fraktion erhalten – „so etwas ist noch nie zuvor passiert“. Sie bezweifle, dass die fehlenden Stimmen in der geheimen Wahl allein aus der SPD-Fraktion gekommen seien.
Bei der geplatzten Richterwahl habe sich Merz zwei Tage zuvor in den Bundestag gestellt und seine Unterstützung für die Kandidatin Brosius-Gersdorff zugesagt. „Nur kurze Zeit später sagten zahlreiche Abgeordnete der CDU: unsere aber nicht! Die Wahl musste dann abgesagt werden.“
„Es ist grundlegendes Handwerk eines Fraktionschefs, vorab einzuschätzen, ob man für einen Vorschlag eine Mehrheit in der eigenen Fraktion kriegt“, erklärte Dröge. Sie verwies auf ihre eigene Erfahrung in der Ampelkoalition: Wenn sie Robert Habeck als Vizekanzler eine Zusage gegeben habe, habe er sich darauf verlassen können.
Dröge führt seit 2021 gemeinsam mit Britta Haßelmann die Grünen-Bundestagsfraktion. Bei der letzten Bundestagswahl errang sie das Direktmandat im Wahlkreis Köln III.
