Zum verabredeten Zeitpunkt ist Ingrid Osthues nicht da. Sie beeilt sich, versichert ihr Mann, und bis sie kommt, erzählt er von den Geschichten hinter den Dingen, die beim Tropen- und Marineausstatter Brendler seit über 130 Jahren verkauft werden: den robusten Troyern und den weichen Pullovern, in die auch die Haare von Opossums, die schlicht Beutelratten sind, eingewebt werden, den Abzeichen für die Schulterklappen der Offiziere und Kapitäne (oder auch Kapitäninnen), die in Südasien gestickt werden. Brendler bleibt sich gleich und doch nicht, und dazu passt, dass die Touristen hier Marinetradition suchen, während gelegentlich antikoloniale Stadtführungen vor dem Eingang Station machen. Aber da kommt Ingrid Osthues, eilig-heiter, und das Gespräch setzt sich im ersten Stock fort, neben einer laut schlagenden, riesigen Standuhr.