Baggage Wrapping

Warum der Flughafen Hannover Koffer in Folie verbietet

Aktualisiert am 26.01.2026 – 14:35 UhrLesedauer: 1 Min.

Ein Flughafenangestellter wickelt Plastikfolie um einen Koffer (Archivbild): Am HAJ können folierte Koffer nicht aufgegeben werden.Vergrößern des Bildes

Ein Flughafenangestellter wickelt Plastikfolie um einen Koffer (Archivbild): Am HAJ können folierte Koffer nicht aufgegeben werden. (Quelle: slobo)

Folie um den Koffer soll das Gepäck schützen. Reisende, die ab dem Flughafen Hannover fliegen, sollten das Einwickeln aber besser lassen.

An vielen Flughäfen kann man sie beobachten: Passagiere, die vor Abflug ihre Koffer in Folie einwickeln lassen. Die extra Plastikschicht soll das Gepäck vor Beschädigungen, Schmutz, Nässe, Aufplatzen und dem Öffnen durch Unbefugte schützen.

Manche Flughäfen preisen den Service zudem damit an, dass die Folienverpackung mehrere Gepäckteile zusammenfügen kann. Auf diese Weise könnten Passagiere Zuzahlungen für Übergepäck sparen.

Aber die Folie hat auch einige Nachteile, weshalb sie am Flughafen Hannover-Langenhagen verboten ist. An dem Airport wird laut Angaben einer Sprecherin bereits seit Ende August 2019 kein umwickeltes beziehungsweise eingeschweißtes Reisegepäck mehr angenommen.

Grund für den Entschluss waren diverse Probleme in der Abfertigung und der Gepäckförderanlage. „Hinzu kommen die Umweltbelastung durch die Entsorgung beziehungsweise Mülltourismus und Probleme bei der Beladung im Flugzeug“, so die Flughafensprecherin zu t-online. Da die eingewickelten Koffer nicht rutschen, sei keine effektive Beladung möglich.

Der Flughafen Hannover hat dennoch einige Tipps für Koffer und Reisetaschen: Auf seiner Webseite empfiehlt er, Gepäckstücke mit Namen und Adresse zu versehen und alte Adressanhänger zu entfernen. Auch alte Aufkleber von vorherigen Flügen sollten vom Koffer verschwinden, bevor es zum Flughafen geht.

Die Plastikummantelung ist auch am Kassel Airport verboten. An vielen anderen Flughäfen wird das sogenannte Baggage Wrapping hingegen als kostenpflichtiger Service angeboten – unter anderem an den Flughäfen in Köln, Düsseldorf, Berlin oder München.