Mit einem neuen Dreh versuchen Trickbetrüger, Menschen um Geld und Wertsachen zu bringen. Bei einem Rentner aus dem Gräfelfinger Ortsteil Lochham erbeuteten sie am Freitag Gold im Wert von fast 150 000 Euro, wie die Münchner Polizei am Montag mitteilte.

Zunächst hatte ein angeblicher Arzt bei dem über 80 Jahre alten Mann angerufen, von dringend benötigten Medikamenten für seine krebskranke Tochter erzählt und einen Betrag von 180 000 Euro für die Behandlung gefordert. Der Rentner gab an, kein Bargeld in dieser Höhe zu besitzen, bot aber Gold an. Nachdem ein Übergabetermin vereinbart worden war, erhielt der Mann einen weiteren Anruf – diesmal von einer vermeintlichen Polizistin.

Sie erklärte, das vorherige Telefongespräch abgehört zu haben und warnte vor der Betrugsmasche der falschen Ärzte. Der Rentner solle das Gold trotzdem übergeben, damit man den Betrüger auf frischer Tat ertappen könne. Wenig später holte ein etwa 20 Jahre alter Mann eine Plastiktüte voller Gold bei dem Rentner ab. Als dieser feststellte, dass der Mann doch nicht verhaftet worden war, wurde er misstrauisch und verständigte den Notruf der Polizei. Eine sofort eingeleitete Fahndung war erfolglos.