
Der „Große Stern des Deutschen Sports“ ist am Montag in Berlin unweit des Brandenburger Tors verliehen worden. Bei der Preisverleihung, in deren Rahmen Sportvereine aus den verschiedenen deutschen Bundesländern ausgezeichnet werden, standen auch zwei Projekte aus Berlin und Brandenburg im Fokus.
Bauhausschule Cottbus und Pfeffersport repräsentieren Brandenburg und Berlin
In Brandenburg war im Rahmen eines Vorausscheids der Förderverein der Bauhausschule Cottbus ausgezeichnet worden. Als einzige Grundschule in Brandenburg mit einem Förderschwerpunkt für körperlich-motorische Entwicklung ermöglicht sie zahlreiche gemeinsame Sportangebote für Kinder mit und ohne Handicap.
Berlin wurde am Montag durch den Verein Pfeffersport e.V. repräsentiert. Der Verein aus Prenzlauer Berg brachte zuletzt im Rahmen seines deutsch-polnischen Projektes „Fair Friends“ 600 Kinder aus Berlin, Stettin und Kolberg in einem fußballerischen Rahmen zusammen und schaffte so interkulturellen Austausch.
„Großer Stern des Sports“ geht nach Herford
Der „Große Stern des Sports“ ging am Montag allerdings nach Ostwestfalen und an die dortige Turngemeinde Herford. Mit dem Projekt „Vereinsheld 2025“ fördert die 4.000 Mitglieder fassende Turngemeinde in ihren 23 Sportabteilungen das Ehrenamt. Dabei gibt es etwa besondere Qualifizierungen, Netzwerktreffen oder finanzielle Unterstützung für junge Menschen, die ehrenamtlich mitarbeiten. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier überreichte den mit 10.000 Euro dotierten Hauptpreis bei einem Festakt am Montag.
Seit 2004 wird der „Große Stern des Sports“ vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und den Volksbanken und Raiffeisenbanken verliehen. „Ohne dieses Engagement in den kleinen Vereinen ginge gar nichts in Deutschland“, sagte Steinmeier. Die Vereine würden der Entfremdung unserer Gesellschaft entgegenwirken: „In den Vereinen kann man etwas gemeinsam bewirken. Da geht es nicht nur um Sport, sondern um Demokratie leben.“
Platz zwei und drei gehen nach Eilenburg und Stuttgart
Den zweiten Platz belegte der VfB Eilenburg aus Sachsen, der dafür 7.500 Euro erhielt. Der Verein fördert mit einem Projekt junge Schiedsrichter, die von älteren Kollegen auf und neben dem Feld unterstützt werden. So sollen sie ihre Angst verlieren und Selbstvertrauen durch den Schutz der Älteren erhalten.
Den mit 5.000 Euro verbundenen dritten Rang belegte der MTV Stuttgart 1843. Mit der im Februar 2025 gegründeten Parasport-Akademie werden Menschen mit Behinderungen durch professionelles Training gefördert – was bis zu einer Paralympics-Teilnahme führen soll.
Hinter den drei Siegern werden alle restlichen Landessieger, die im vergangenen Jahr den „Großen Stern des Sports“ in Silber erhalten und sich für das Bundesfinale qualifiziert hatten, auf dem vierten Platz geführt. Sie erhalten jeweils 1.000 Euro.
Sendung: rbb24 Inforadio, 26.01.2026, 16:15 Uhr