Der Umbau der teils Jahrzehnte alten Wartehäuschen zu modernen Aufenthaltsbereichen mit begrünten Dächern, Solarmodulen und moderner Beleuchtung wurde bereits 2019 beschlossen und wird seitdem geplant. Entwürfe gibt es ebenfalls, genauso wie vereinzelte Prototypen, die aber nie im Normalbetrieb getestet wurden. Mitte 2025 wurde bekannt, dass BVG und Verkehrssenatorin Ute Bonde es versäumt hatten, die Bauverwaltung und den Denkmalschutz ausreichend zu beteiligen. An den Entwürfen gab es zudem massive Kritik im unabhängigen „Gestaltungsbeirat Öffentliche Räume Berlin“, der solche Projekte begleitet.

Der verkehrspolitische Sprecher der Linken, Kristian Ronneburg, warf der CDU-geführten Verkehrsverwaltung vor, das Projekt scheitern zu lassen. „Statt pragmatisch die Probleme mit dem Prototypen zu lösen, wurde offenbar der einfachste Ausweg gewählt.“ Dem schwarz-roten Senat fehle die Fähigkeit, Projekte pragmatisch zu Ende zu führen. Die alten Wartehäuschen an Bus- und Tramhaltestellen seien „ein kleines Beispiel, jedoch symptomatisch für die Gesamtlage Berlins“, so Ronneburg.