Erzbischof Paul S. Coakley ruft nach den tödlichen Schüssen von Minneapolis zu „Ruhe, Zurückhaltung und Respekt vor dem menschlichen Leben“ auf.
Im Kontext der Proteste gegen die verschärften Einwanderungskontrollen in den USA sind am vergangenen Freitag auch bis zu 100 Geistliche festgenommen worden, die am größten …
In einer Erklärung bezieht sich der neue Vorsitzende der US-Bischofskonferenz auf einen Satz von Papst Leo beim Angelusgebet an diesem Sonntag: „Friede beruht auf dem Respekt vor den Menschen“. „Es ist in diesem Geist, dass ich zu Ruhe, Zurückhaltung und Respekt vor dem menschlichen Leben in Minneapolis aufrufe und an alllen Orten, wo der Friede bedroht ist“, so Coakley.
Vor allem staatliche Stellen hätten eine besondere Verantwortung, „das Wohlergehen von Menschen im Dienst am Gemeinwohl zu schützen“. Wörtlich schreibt Coakley: „Wir müssen als Nation im Dialog zusammenkommen, uns abwenden von entmenschlichender Rhetorik und Handlungen, die menschliches Leben bedrohen.“
„„Wenden wir uns ab von entmenschlichender Rhetorik““
Katholische Organisationen in den USA haben eine neue Partnerschaft zur Unterstützung von Migranten und Flüchtlingen ins Leben gerufen.
Ein Mitarbeiter der Grenzschutzpolizei ICE hatte am Samstag in Minneapolis einen Demonstranten erschossen. Das Opfer, ein 37-jähriger Krankenpfleger, lag im Moment, als die Schüsse fielen, unbewaffnet am Boden, wie sich aus Videoaufnahmen ergibt. Zuvor hatten ihm die Beamten eine Waffe abgenommen, für deren Tragen er offenbar eine Lizenz hatte. Die Regierung von Präsident Donald Trump behauptet hingegen, der 37-Jährige habe die Grenzschützer bedroht, und diese hätten in Notwehr gehandelt. Bereits am 7. Januar hatten ICE-Mitarbeiter ebenfalls in Minnesota eine 37-jährige Mutter erschossen.
(vatican news – sk)