Eine Frau wird darauf vorbereitet in eine große Röhre in einem Krankenhaus eingelassen zu werden.

Stand: 26.01.2026 12:58 Uhr

Ein in Deutschland einzigartiges Gerät soll an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) für verbesserte Krebsdiagnosen sorgen. Das Total-Body-PET/CT macht den Angaben zufolge Ganzkörperaufnahmen in weniger als einer Minute.

Laut der MHH ist es erst das vierte Gerät dieser Art weltweit. Es kombiniert die beiden Bildgebungsverfahren Positronen-Emissions-Tomografie (PET) und die Computertomografie (CT). Das System arbeite schneller, präziser und mit geringerer Strahlenbelastung als herkömmliche PET/CT-Anlagen, heißt es von der Medizinischen Hochschule. Mit dem Gerät können dreidimensionale Bilder fast des gesamten menschlichen Körpers in einem einzigen Untersuchungsschritt erstellt werden. „Es eröffnet uns neue Möglichkeiten in der Krankenversorgung, weil wir beim Patienten einfach sehr viel schonender und sehr viel schneller sehr viel mehr wissen“, sagte Niedersachsens Wissenschaftsminister Falko Mohrs (SPD).

MHH: Vorteil insbesondere für Kinder und schmerzgeplagte Patienten

Nach Angaben der Klinik für Nuklearmedizin erfasst das neue Gerät ein Sichtfeld von bis zu eineinhalb Metern. Bisherige Systeme decken lediglich etwa 25 Zentimeter ab, weshalb damit mehrere Einzelaufnahmen nötig sind. Durch die neue Technik seien genauere Darstellungen bei einer kürzeren Untersuchungsdauer und geringerer Strahlenbelastung möglich, heißt es weiter. Das sei gerade für Kinder oder schmerzgeplagte Patienten ein Vorteil. „Was vorher fast eine halbe Stunde gedauert hat für den Patienten in der Röhre, dauert jetzt fünf Minuten oder auch nur eine“, sagte Klinikdirektor Frank Bengel am Freitag. Mit der neuen Technik seien die Bilder zudem besser als zuvor.

Gerät soll auch bei Erprobung neuer Medikamente helfen

Das Total-Body-PET/CT wird laut der MHH unter anderem in der Krebs-, Herz-, Immun- und Hirndiagnostik eingesetzt. Die Technik soll aber auch neue Erkenntnisse zum Beispiel für die Erprobung und Entwicklung von Medikamenten liefern.

Steffi Behrke und Almuth Bibow präsentieren bei einer Modenschau in einem Krankenhaus Prothesen-BHs.

Bei einer Modenschau werden Dessous für Brustprothesen präsentiert, die die Folgen von Brustkrebs verbergen sollen.

Zwei Axolotl liegen in einem Aquarium in einem Tontopf.

Ein Forschungsteam glaubt, dass die Eiweiße im Hautsekret der Molche bei schweren Erkrankungen helfen könnten.

Blick auf das Hauptgebäude der Universitätsmedizin Göttingen mit einem Bettenhaus. Taxen stehen vir dem Eingang, Menschen gehen über einen Fußweg.

Das Geld ist für ein Projekt bestimmt, das an verträglicheren Krebstherapien für Frauen forscht.

Ein Arzt untersucht in der Praxis die Hautpartie eines Patienten.

Das zeigt eine Auswertung der Barmer Krankenkasse für weißen Hautkrebs. Auch bei schwarzem Hautkrebs ist der Anstieg enorm.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 24.01.2026 | 07:00 Uhr