17.37 Uhr: Trump gibt sich zuversichtlich: Abkommen „ziemlich nah“
US-Präsident Donald Trump sieht erneut Chancen für ein baldiges Ende des Ukraine-Kriegs. Er habe den Eindruck, dass der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj und der russische Präsident Wladimir Putin bereit für eine Übereinkunft seien, sagt Trump in Davos. Ein Abkommen sei „ziemlich nah“.
Ähnlich hatte sich Trump bereits in den vergangenen Monaten geäußert. Sollten sie sich nicht einigen, seien beide „dumm“, sagt Trump in Davos zudem. Er kündigt an, Selenskyj am Donnerstag in der Schweiz treffen zu wollen. Kurz zuvor hatte Trump noch den Mittwoch in Aussicht gestellt.
16.27 Uhr: Trump – Beendigung des Ukraine-Krieges ist Aufgabe der Nato und Europas – nicht der USA
Sich „um die Ukraine zu kümmern“ ist nach Ansicht von US-Präsident Donald Trump Aufgabe der Nato und Europas – und nicht der USA. „Was haben die USA von all dieser Arbeit, all diesem Geld, außer Tod, Zerstörung und kolossalen Geldsummen, die an Menschen gehen, die unsere Taten nicht zu schätzen wissen?“, sagte Trump in seiner Rede auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos.
„Sie wissen nicht zu schätzen, was wir tun, ich spreche von der Nato, ich spreche von Europa. Es ist ihre Aufgabe, sich um die Ukraine zu kümmern, nicht unsere“, sagte Trump weiter. Die USA seien „sehr weit entfernt, ein großer und schöner Ozean trennt uns. Wir haben damit nichts zu tun“, erklärte der US-Präsident.
16.00 Uhr: Trump kündigt Treffen mit Selenskyj an
US-Präsident Donald Trump hat ein Gespräch mit seinem ukrainischen Amtskollegen Wolodymyr Selenskyj angekündigt. Er werde Selenskyj noch am Mittwoch treffen, sagte Trump auf dem Weltwirtschaftsforum im schweizerischen Davos. Das Treffen war nicht unter den öffentlich bekannt gemachten Terminen Trumps aufgeführt.
Offen blieb, ob Trump Selenskyj persönlich oder per Video-Schalte sprechen wird. Von einer Anwesenheit Selenskyjs in Davos war nichts bekannt.
15.31 Uhr: Urteile nach Attentat auf russischen General in Moskau
Nach einem tödlichen Bombenanschlag auf den russischen General Igor Kirillow hat ein Moskauer Gericht vier Männer zu langen Haftstrafen verurteilt. Der Hauptbeschuldigte wurde zu lebenslanger Haft verurteilt, wie russische Medien meldeten. Drei Komplizen verurteilte das Gericht demnach zu Freiheitsstrafen von 18 bis 25 Jahren. Ihnen wird Beteiligung an dem Anschlag vorgeworfen.
Der ukrainische Geheimdienst reklamierte das Attentat für sich.
15.22 Uhr: Trump in Davos – Will „Blutbad“ in Ukraine beenden
US-Präsident Donald Trump nennt den Krieg in der Ukraine in seiner Rede vor dem Weltwirtschaftsforum in Davos ein Blutbad. „Und das ist, was ich beenden möchte“, betont Trump. Er werde mit Russlands Präsident Wladimir Putin weiter beraten, noch heute könne er sich mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj treffen, sagt Trump weiter.
14.32 Uhr: Rutte – Gefahren in der Ukraine sind größeres Problem als Grönland
Nato-Generalsekretär Mark Rutte hat die Fokussierung der Allianz auf den Streit über Grönland kritisiert. Die Nato dürfe über dem Zerwürfnis um die Annexionsforderung von US-Präsident Donald Trump die wirklichen Sicherheitsgefahren durch den Invasionskrieg Russlands gegen die Ukraine nicht aus den Augen verlieren, mahnte Rutte am Mittwoch in Davos. Er sei „ein wenig besorgt (…), wenn wir uns so sehr auf diese anderen Themen konzentrieren“.
13.48 Uhr: „Putin nutzt Kälte als Waffe“: Deutschland wirft Russland Kriegsverbrechen vor
Angesichts der wiederholten Angriffe auf die Energieversorgung der Ukraine hat die Bundesregierung der russischen Führung Kriegsverbrechen vorgeworfen. Russlands Präsident Putin nutze „Kälte als Waffe“, sagte der stellvertretende Regierungssprecher Steffen Meyer in Berlin: „Sein Vorgehen ist zutiefst unmenschlich und menschenverachtend.“ Russlands Kriegsführung solle die Ukraine zermürben: „Russland begeht hier aus unserer Sicht Kriegsverbrechen.“
Rund jeder sechste Bewohner Kiews ist dem Aufruf von Bürgermeister Vitali Klitschko zur vorübergehenden Evakuierung gefolgt: 600.000 der 3,6 Millionen Einwohner hätten die Stadt seit dem 9. Januar verlassen, sagte Klitschko am Dienstag. Ein Sprecher des Bundesinnenministeriums in Berlin wollte sich heute nicht zu der Frage äußern, wie viele dieser 600.000 Menschen in Deutschland Zuflucht suchen dürften. „Ich kann nicht spekulieren“, sagte der Sprecher. Bislang habe man „keine Erhöhung der Fluchtbewegung“ festgestellt.
13.28 Uhr: Selenskyj – Fast 60 Prozent von Kiew noch immer ohne Strom
Mehr als die Hälfte der ukrainischen Hauptstadt Kiew ist nach dem russischen Angriff vom Dienstag offenbar noch immer ohne Strom. „Stand heute Morgen sind in Kiew noch immer rund 4.000 Gebäude ohne Heizung und fast 60 Prozent der Hauptstadt ohne Strom“, schrieb der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj auf der Online-Plattform X.
13.20 Uhr: Witkoff – Will nach Treffen mit Putin auch mit Ukraine beraten
Der US-Sondergesandte Steve Witkoff plant nach seinem Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin auch Gespräche mit der ukrainischen Seite. Witkoff reist am Donnerstag nach Moskau, um mit Putin über einen Frieden zwischen Russland und der Ukraine zu sprechen. Wann er sich mit der ukrainischen Seite beraten will, sagte Witkoff vor der Presse in Davos nicht. „Wir planen, über Frieden, die Ukraine und Russland zu sprechen“, erklärte er und fügte hinzu, dass Jared Kushner, der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, an den Gesprächen teilnehmen werde: „Ich bin zuversichtlich, … wir brauchen Frieden.“
12.47 Uhr: Mutmaßliche Spionin Russlands in Berlin festgenommen
In Berlin ist eine Frau mit deutscher und ukrainischer Staatsangehörigkeit festgenommen worden, die für einen russischen Geheimdienst gearbeitet haben soll. Ihrem Kontaktmann habe sie Informationen mit Bezug zum Ukraine-Krieg verschafft, teilte die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe mit. Sie soll sich auch an frühere Mitarbeiter aus dem Geschäftsbereich des Bundesverteidigungsministeriums gewandt haben, die sie persönlich kannte.
12.40 Uhr: Brand in russischer Ölraffinerie nach ukrainischem Drohnenangriff
In der Ölraffinerie Afipsky in der südrussischen Oblast Krasnodar ist nach einem ukrainischen Drohnenangriff ein Feuer ausgebrochen. Der Brand sei mittlerweile wieder gelöscht worden, teilten die örtlichen Behörden mit. Es sei niemand verletzt worden, es gebe keine Schäden. Die Raffinerie war in den vergangenen Monaten wiederholt Ziel ukrainischer Angriffe auf die russische Energie-Infrastruktur. Die hauptsächlich auf den Export ausgerichtete Anlage Afipsky verarbeitete 2024 rund 7,2 Millionen Tonnen Rohöl. Zudem trafen ukrainische Drohnen weitere Städte in Südrussland. Dabei wurden örtlichen Behörden zufolge insgesamt elf Menschen verletzt.
12.22 Uhr: Rutte – Streit um Grönland darf nicht von Ukraine ablenken
Die Nato sollte sich ihrem Generalsekretär Mark Rutte zufolge durch die Spannungen um Grönland nicht von der Notwendigkeit ablenken lassen, die Ukraine zu verteidigen. „Die Ukraine sollte oberste Priorität haben, sie ist entscheidend für die Sicherheit Europas und der USA“, sagte Rutte in einer Podiumsdiskussion beim Weltwirtschaftsforum in Davos: „Ich bin wirklich besorgt, dass wir das Ziel aus den Augen verlieren und dass die Ukrainer in der Zwischenzeit nicht über genügend Abfangjäger verfügen, um sich zu verteidigen.“
12.11 Uhr: US-Gesandter Witkoff reist zu Treffen mit Putin nach Moskau
Der US-Sondergesandte Steve Witkoff reist nach eigenen Angaben am Donnerstag zu einem Treffen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin nach Moskau. Der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner, werde ihn begleiten, sagte Witkoff dem Sender CNBC. Das Treffen finde auf Wunsch der russischen Seite statt. „Ich denke, das ist eine wichtige Aussage von ihrer Seite“, sagte Witkoff.
Das Präsidialamt in Moskau bestätigte das Treffen, die russische Führung hatte bereits vergangene Woche mitgeteilt, sie bereite den Empfang von Witkoff und Kushner für Friedensgespräche zur Ukraine vor, aber noch keinen Termin genannt.
11.46 Uhr: Zwei Festnahmen in Brandenburg wegen Hilfe für prorussische Milizen
In Brandenburg sind ein Russe und ein Deutscher festgenommen worden, die jahrelang prorussische Separatisten der sogenannten Volksrepubliken Donezk und Luhansk in der Ostukraine unterstützt haben sollen. Suren A. und Falko H. sollen in herausgehobener Stellung in einem Verein gearbeitet haben, der unter anderem den Transport von Drohnen in die Donbass-Region organisierte, wie die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe mitteilte. Ihnen wird demnach die Unterstützung ausländischer terroristischer Vereinigungen in mehreren Fällen zur Last gelegt.
10.30 Uhr: CDU-Außenpolitiker Kiesewetter – Schutz der Ukraine muss Priorität haben
Der CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter hat die Europäer aufgerufen, sich durch den Konflikt um Grönland nicht von der Ukraine-Krise ablenken zu lassen. Das Thema Grönland lenke von „der eigentlichen Bedrohung“ ab, sagte Kiesewetter dem WDR: „Russland bombt in furchtbarer Weise weiter, so etwas gab es noch nie in den letzten vier Jahren des Angriffskriegs. Die Priorität muss sein, die Ukraine massiv zu unterstützen. Und deswegen müssen wir auch Dänemark helfen, die die stärksten militärischen Unterstützer der Ukraine sind, gemessen am Bruttoinlandsprodukt. Also da kommt einiges auf uns Deutsche noch zu.“
Wenn die USA die Ukraine nicht mehr unterstützten und es Europa auch nicht tue, „dann droht Massenflucht, der Zerfall“, sagte Kiesewetter: „Es droht die Blaupause, dass China sich eingeladen fühlt, Taiwan zu nehmen in dieser europäischen Schwäche. Das heißt, Prioritätenwechsel auch unserer Bevölkerung klarmachen. Die Ukraine verteidigt unsere Sicherheit. Wenn sie wegfällt, dann weitet sich der Krieg aus.“
09.42 Uhr: Vertreter der USA und Russlands verhandeln in Davos
Vertreter Russlands und der USA haben am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos über bilaterale Beziehungen und eine Friedensregelung für die Ukraine gesprochen. An dem Treffen am Dienstagabend nahmen nach Moskauer Medienberichten der US-Sondergesandte Steve Witkoff, der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner, und der russische Unterhändler Kirill Dmitrijew teil.
Ergebnisse wurden nicht mitgeteilt. Witkoff äußerte sich nicht über seine sonst üblichen Kanäle. Vor einer Kamera der russischen Zeitung „Iswestija“ sprach er von einem „sehr positiven Treffen“.
08.54 Uhr: Zwei Tote durch russische Drohnenangriffe in Ukraine
Bei russischen Drohnenangriffen auf die Ukraine sind nach Behördenangaben zwei Menschen getötet worden. Ziel der Angriffe sei die Stadt Krywyj Rih gewesen, teilte die regionale Militärverwaltung mit. Bei den Opfern handele es sich um einen 77-jährigen Mann und eine 72-jährige Frau. Krywyj Rih, die Geburtsstadt des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, liegt rund 80 Kilometer von der Front entfernt. Die russische Armee verübt seit Beginn der Invasion im Februar 2022 regelmäßig Luftangriffe auf die Stadt.
In der russischen Kaukasusrepublik Adygeja meldeten die Behörden derweil elf Verletzte bei einem ukrainischen Drohnenangriff. Unter den Verletzten seien zwei Kinder, erklärten die örtlichen Behörden. Adygeja grenzt an die Großstadt Krasnodar. Die Region rund um das Schwarze und Asowsche Meer wird immer wieder zum Ziel ukrainischer Drohnenangriffe.
07.39 Uhr: Zeitung – Streit über Trumps Grönland-Anspruch verzögert Ukraine-Hilfspaket
Der Streit über die Grönland-Politik von US-Präsident Donald Trump und Widerstand gegen dessen Pläne für einen globalen Friedensrat verzögern kaut „Financial Times“ ein milliardenschweres Hilfspaket für die Ukraine. Die geplante Ankündigung eines 800 Milliarden Dollar schweren Wohlstandsplans zum Wiederaufbau und der wirtschaftlichen Erholung auf dem Weltwirtschaftsforum sei verschoben worden, berichtet die Zeitung unter Berufung auf sechs mit der Angelegenheit vertraute Personen.
Der Plan sollte eigentlich diese Woche bei dem Treffen in der Schweiz zwischen der Ukraine, Europa und den USA vereinbart werden. Grund für die Verzögerung sei der europäische Widerstand gegen Trumps Bestrebungen, Grönland zu erwerben, sowie gegen seine Pläne für einen globalen Friedensrat.
03.45 Uhr: Strom und Heizung fallen nach Angriff auf Kiew aus
Nach einem russischen Luftangriff sind in Teilen der ukrainischen Hauptstadt Kiew Strom, Heizung und Wasserversorgung ausgefallen. Bewohner hätten bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt in Notzelten Schutz gesucht, hieß es. Ganze Wohnblöcke seien ohne Strom. Eine russische Stellungnahme zu dem Angriff lag zunächst nicht vor.
01.25 Uhr: Verletzte bei ukrainischem Drohnenangriff in Südrussland
Bei ukrainischen Drohnenangriffen auf den Süden Russlands werden nach offiziellen Angaben acht Menschen verletzt. In der Republik Adygeja sei ein Wohnhaus getroffen worden, teilt Gouverneur Murat Kumpilow auf Telegram mit.Bei ukrainischen Drohnenangriffen auf den Süden Russlands werden nach offiziellen Angaben acht Menschen verletzt. In der Republik Adygeja sei ein Wohnhaus getroffen worden, teilt Gouverneur Murat Kumpilow auf Telegram mit. Eine ukrainische Stellungnahme liegt zunächst nicht vor.