Unter dem Motto „Alle zusammen – für bessere Arbeits- und Studienbedingungen“ findet am Mittwoch, 28. Januar 2026, der bundesweite Hochschulaktionstag statt. Zeitgleich ruft die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) zum Campus-Warnstreik auf. Auf dem Campus Grifflenberg der Bergischen Universität (BUW) organisiert unter anderem der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) um 12 Uhr eine Demonstration.
Die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) hat laut Angaben von ver.di auch in der zweiten Tarifverhandlungsrunde für den öffentlichen Dienst der Länder am 15. und 16. Januar 2026 kein verbindliches Angebot vorgelegt. Die Gewerkschaft will etwa erreichen, dass auch für die bundesweit etwa 300.000 studentischen Hilfskräfte ein Tarifvertrag (TVStud) gilt. Dazu erklärt ver.di-Bundesvorstandsmitglied Sylvia Bühler: „Die studentischen Beschäftigten helfen maßgeblich, den Hochschulbetrieb am Laufen zu halten. Ihnen den Schutz des Tarifvertrags mit dem Argument zu verweigern, dies gefährde die Wissenschaftsfreiheit, ist absurd und einer faktenorientierten Wissenschaft unwürdig.“
120 Millionen Euro Kürzungen bei den Hochschulen in NRW
Der AStA der BUW lädt die Streikenden am kommenden Mittwoch ab 7 Uhr zu einem gemeinsamen Frühstück auf der AStA-Ebene (Gebäude ME, Ebene 04) ein, auf dem Streikerfassung und Redebeiträge erfolgen sollen. Um 10 Uhr soll ein Rundgang über den Campus stattfinden, ab 12 Uhr beginnt die Demonstration an der Universität, die eine Stunde später in einem gemeinsamen Mittagessen – erneut auf der AStA-Ebene – münden soll.
Zu den Forderungen gehören neben einer Verbesserung der Arbeitsbedingungen eine bedarfsgerechte Ausfinanzierung der Hochschulen. Die nordrhein-westfälische Landesregierung hat erst kürzlich Kürzungen in Höhe von 120 Millionen Euro im Hochschulbereich beschlossen (blickfeld berichtete). Die Bergische Universität muss in diesem Zuge rund fünf Millionen Euro einsparen. »red«