Gedenktag in Herten
Schüler zeigen Widerstand im Nationalsozialismus mit Flyern und Bildern

Mit diesem Flyer macht die Willy-Brandt-Schule auf ihre Ausstellung zum diesjährigen Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus aufmerksam. © Website Förderverein WBS
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Den Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus gestaltet in Herten jedes Jahr eine andere Schule. In diesem Jahr ist es die Willy-Brandt-Realschule mit dem Thema Widerstand.
Die Zehntklässlerinnen und Zehntklässler an der Schule präsentieren Flugblätter aus der NS-Zeit, Collagen und Widerstand in Bild und Sound. Der Opfer des Nationalsozialismus gedenken die Schüler unter anderem mit Erinnerungskoffern. Sie enthalten etwa Gegenstände, Dokumente und Fotos von Verfolgten und machen abstrakte Geschichte konkret.

„Millionen Menschen – unter ihnen Jüdinnen und Juden, Sinti und Roma, politisch Verfolgte, Menschen mit Behinderungen, Homosexuelle und viele andere – wurden systematisch entrechtet, verfolgt und ermordet“, schreibt die Schule im Einladungsflyer. Im Lagerkomplex Auschwitz ermordeten die Nazis innerhalb von fünf Jahren mehr als eine Million Menschen. Auschwitz-Birkenau, das die Rote Armee vor 81 Jahren am 27. Januar 1945 befreite, war ein Vernichtungslager.

Die Ausstellung geht allgemein der Frage nach, wie Jugendliche in der NS-Zeit Widerstand geleistet haben und hat keinen lokalen Bezug. Ein Grund dafür könnte sein, dass etwa über das Projekt „Spurensuche in Herten“ die Geschichten vieler Opfer der Nazis niedergeschrieben sind, es zu Hertener Widerstandskämpfern während der NS-Zeit jedoch wenige öffentlich zugängliche Informationen gibt.
Hertens Schulen besuchen die Ausstellung am Dienstag, 27. Januar, vormittags, für die Öffentlichkeit ist sie von 15 bis 17 Uhr geöffnet.