TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen

Keine Zinsen auf dem Sparbuch? Kein Problem! „Ein Sparplan für ETFs ist so einfach wie Pizza bestellen“, sagt Finanz-Expertin und Aktienlust-Chefin Swetlana Eberz (37). Einfach das gewünschte Produkt auswählen und bezahlen – sogar bequem vom Handy aus.

Doch wie bei der Pizza-Bestellung benötigen Sie ein Konto, ein sogenanntes Depot. Das können Sie bei der Hausbank oder einer anderen Bank eröffnen.

Aber Achtung: Banken verlangen oft höhere Gebühren als Neo-Broker, die meist kostenlose Konten anbieten. Keine Sorge, hinter den Neo-Brokern stehen immer Banken, überwiegend deutsche.

Swetlana Eberz ist Volkswirtin (Master of Science), Finanz-Expertin und Geschäftsführerin des Finanzverlags JS Media GmbH, Aktienlust. Auf ihrem Instagram-Account „swetlana.eberz.aktienlust“ gibt sie wertvolle Tipps zur Geldanlage.

Schritt für Schritt

Die Finanz-Expertin empfiehlt für Anfänger Broker wie Trade Republic, Scalable Capital und Smartbroker+.

Swetlana Eberz ist Volkswirtin und Geschäftsführerin von Aktienlust. Auf diesem YouTube-Channel geben die Börsen-Experten täglich Tipps und Anregungen zu Aktien, Börse und Wirtschaft

Swetlana Eberz hat besonders ETFs im Auge

Foto: Aktienlust

Hier kommt die Schritt-für-Schritt-Anleitung*:

  • Sie laden sich einfach den Broker Ihrer Wahl auf den Computer oder die App auf Ihrem Handy herunter.
  • Zunächst werden Ihre persönlichen Daten abgefragt. Sie eröffnen schließlich ein Konto.
  • Dann richten Sie Ihr späteres Log-in ein – wählen Sie eine gute PIN, die nicht leicht zu erraten ist.
  • Sie können auch nach der Steuer-ID gefragt werden, damit später Ihr Broker die Vorabsteuerpauschale für den Gewinn aus ETFs abführen kann.
  • Jetzt beweisen Sie Ihrem Broker, dass Sie echt sind! Entweder per Post-Ident-Verfahren, bei dem Sie zur Post gehen und Ihren Ausweis vorzeigen, oder per Video-Ident, indem Sie Ihren Ausweis in die Kamera Ihres PCs oder Handys halten.
  • Bei der Frage nach Ihren Aktien-Kenntnissen sollten Sie nicht „keine“ auswählen, sonst kommen Sie meist nicht weiter.
  • Dann müssen Sie nur noch den AGB und Datenschutz-Richtlinien zustimmen, und die IBAN Ihres neuen Depot-Kontos erscheint. Achtung: Das kann manchmal einige Tage dauern.
  • Jetzt geht’s los: Ist das Depot-Konto eingerichtet, überweisen Sie Geld von Ihrem Girokonto. Bei manchen Brokern können Sie bei einem Sparplan das Geld auch vom Girokonto einziehen lassen.
  • Nur noch die ISIN (Internationale Wertpapierkennnummer) Ihres Wunsch-ETFs eintippen und sich für einen Sparplan oder einen Kauf entscheiden.

Tipp der ETF-Expertin Swetlana Eberz: „Richten Sie bei Ihrer Bank einen Dauerauftrag ein und investieren Sie monatlich per Sparplan in einen oder mehrere ETFs. Durch den Zinseszinseffekt kann bereits aus kleinen Beträgen eine beachtliche Summe entstehen: Wenn Sie monatlich nur 50 Euro anlegen, kommen bei einer jährlichen Rendite von acht Prozent nach 20 Jahren über 28.000 Euro zusammen.“

Mehr zum ThemaETFs für Einsteiger

  • Ein solider Grundstein für Ihr Depot sind breit gestreute ETFs wie der MSCI World (ISIN: IE00B4L5Y983, aktueller Kurs: 104 Euro, 5-Jahresperformance: +83 Prozent) oder FTSE All-World UCITS (ISIN: IE00BK5BQT80, 5-Jahres-Performance: +75 Prozent).
  • Als weitere Beimischung eignet sich der ETF auf die 50 größten europäischen Unternehmen Euro Stoxx 50 (ISIN: LU0380865021, aktueller Kurs: 83 Euro, 5-Jahresperformance: +90 Prozent) oder S&P-500 (500 US-Aktien, ISIN: IE00B5BMR087). 5-Jahres-Performance: +98 Prozent.

* Die Reihenfolge der Schritte kann von Broker zu Broker variieren.

Autoren, Herausgeber und die zitierten Quellen haften nicht für etwaige Verluste, die aufgrund der Umsetzung ihrer Gedanken und Ideen entstehen.