Vom Handyvideo ins Rampenlicht

Höhner-Legende sucht Kölner Talente

27.01.2026 – 07:26 UhrLesedauer: 2 Min.

Henning Krautmacher auf der Bühne (Archivbild): Der ehemalige Sänger der Höhner stand selber schon rund 50 Mal als "Köbes" bei "Himmel & Kölle" auf der Bühne.Vergrößern des Bildes

Henning Krautmacher auf der Bühne (Archivbild): Der ehemalige Sänger der Höhner stand selber schon rund 50 Mal als „Köbes“ bei „Himmel & Kölle“ auf der Bühne. (Quelle: IMAGO/Horst Galuschka /imago-images-bilder)

Henning Krautmacher will zwei Laien auf die Theaterbühne holen. Wie die Bewerbung abläuft und warum sogar Gesangsmuffel eine Chance haben.

Per Smartphone-Video zum Musical-Star, zumindest für einen Abend. Henning Krautmacher macht es möglich: Der frühere Sänger der Kölner Band Höhner vergibt zwei Gastrollen in der Produktion „Himmel und Kölle“, in der er selbst regelmäßig mitspielt. Das ganze läuft unter dem Motto „Henning sucht den Super-Köbes und die Super-Jakobine“ – angelehnt an den Titel einer RTL-Castingshow.

Wer den „Super-Köbes“ oder die „Super-Jakobine“ verkörpern möchte, soll ein Bewerbungsvideo aufnehmen und es bis zum 10. Februar auf Facebook oder Instagram veröffentlichen. Dabei muss der Musical-Kanal markiert werden. Der Köbes ist die traditionelle Kellnerfigur in Kölner Brauhäusern, die Jakobine das weibliche Pendant. „Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt“, wird Krautmacher in der „Kölnischen Rundschau“ zitiert. „Aber es sollte mich schon mit Charme und Humor überzeugen.“

Als einziges Jurymitglied trifft der Musiker die Entscheidung allein. Wer ausgewählt wird, probt anschließend mit dem Ensemble und tritt noch vor Ende der aktuellen Spielzeit auf. Am 29. März läuft die vorerst letzte Vorstellung.

Eine professionelle Gesangsausbildung brauchen Interessierte nicht. Allerdings erwarten die Ausgewählten Textlernen und Bühnenarbeit. Krautmacher kennt die Herausforderung: Er selbst stand bereits etwa 50 Mal als Köbes auf der Bühne. „Und es ist immer wieder ein Erlebnis, ein ganz tolles Gefühl inmitten dieses wunderbaren Ensembles auf der Bühne zu stehen“, sagt er.

Die Show will sich der Ex-Frontmann der Höhner dann selber ansehen: „An dem Abend habe ich ja frei, aber ich werde auf jeden Fall als Zuschauer im Saal dabei sein“, so der gebürtige Leverkusener.

Die Produktion „Himmel und Kölle“ erhielt den Deutschen Musical Theater Preis sowie den Kölner Kulturpreis. Seit der Premiere kamen über 160.000 Zuschauer.