
Alexander Zverev hat zum insgesamt vierten Mal in seiner Karriere und zum dritten Mal in Folge das Halbfinale der Australian Open erreicht. Der Hamburger besiegte in seinem Viertelfinal-Match am Dienstag (27.01.2026) den US-Amerikaner Learner Tien nach einer konzentrierten und spielerisch starken Leistung in vier Sätzen mit 6:3, 6:7 (5:7), 6:1 und 7:6 (7:3).
Zverev, der schon in den Runden zuvor durch seine starke Frühjahrsform aufgefallen war, zeigte auch gegen Tien, der im Achtelfinale mit einer herausragenden Leistung Daniil Medwedew ausgeschaltet hatte, dass in diesem Jahr in Melbourne mit ihm zu rechnen sein dürfte. Im Halbfinale trifft er nun entweder auf Carlos Alcaraz oder Lokalmatador Alexander de Minaur. Das Match steigt am Dienstag in der Night Session.
Kleine Schwachstelle nur im Tiebreak
Gegen Tien zeigte Zverev bereits im ersten Satz, dass er den erst 20 Jahre alten US-Amerikaner nicht unterschätzen würde. Beim Stand von 2:2 nahm er ihm den Aufschlag ab, ließ sich im Anschluss auch nicht von einem Breakball und einer Zeit-Verwarnung bei eigenem Aufschlag verunsichern, überstand diese Situation mit einem Ass und sicherte sich kurz darauf bereits nach 36 Minuten den ersten Satz mit 6:3.
Im zweiten Durchgang wurde es dann erstmals ausgeglichen und spannend. Keinem der beiden Spieler wollte ein Break gelingen, seinen einzigen Breakball gegen sich wehrte Alexander Zverev erneut mit einem Ass ab. Der Tiebreak musste entscheiden und hier schien der Hamburger schnell auf der Siegerstraße zu sein. Mit 5:3 lag der 28-Jährige bereits vorne, als Tien auf einmal vier Punkte am Stück erzielte und sich den Satz sicherte.
Satzgewinn für Alexander Zverev im Schnelldurchgang
Die Reaktion von Zverev? Folgte prompt. Mit Wut im Bauch schüttelte Zverev die kleine Schwächephase im Tiebreak ab, sicherte sich ein frühes Break im dritten Satz. Kurz darauf folgte ein zweites, nach nur 28 Minuten war Durchgang drei für den Hamburger bereits mit 6:1 entschieden. Der Rechtshänder war nun komplett auf Halbfinal-Ticket gepolt.
Und Tien? Der erwies sich im letzten, vierten Durchgang nochmal als ernstzunehmende Hürde. Der Linkshänder, ausgestattet mit einem vorzüglichen Ballgefühl, wehrte sich nach Kräften, forderte den 28-Jährigen immer wieder heraus, erspielte sich gar einen Satzball, aber Alexander Zverev war in den entscheidenden Momenten eiskalt. Die Folge: Tiebreak Nummer zwei.
7:3 im entscheidenden Tiebreak
Dort zeigte der Hamburger, dass er aus Satz zwei gelernt hatte. Hochkonzentriert und fokussiert zeigte Zverev Tien direkt, dass es keinen Entscheidungs-Satz geben würde. Sechs Punkte sicherte sich der 28-Jährige zum Start am Stück, 7:3 hieß es am Ende. Um kurz vor 17 Uhr Ortszeit war dann der Halbfinal-Einzug perfekt.
„Das war bisher mein bester Gegner. Er hat von der Grundlinie sehr gut gespielt. Ohne meine vielen Asse hätte ich heute nicht gewonnen“, berichtete Alexander Zverev nach seinem Sieg.