Mit Erstaunen verfolge ich die Debatte um die „schlichte“ Gestaltung des Schlossumfelds in Berlin-Mitte. In offiziellen Antworten des Senats wird die Ablehnung des historischen Neptunbrunnens mit dem Schutz der „Nachkriegsmoderne“ begründet.

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Was dabei völlig untergeht: Der Bund hat Berlin bereits zehn Millionen Euro für die Rückführung des Brunnens angeboten. Dass man dieses Geld lieber verfallen lässt, um eine leblose Asphaltfläche am Fernsehturm zu schützen, ist ein finanzpolitischer Schildbürgerstreich.

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Während Weltstädte wie London stolz ihre Traditionen pflegen, leistet sich Berlin den teuersten Verzicht der Stadtgeschichte, nur um den historischen Glanz der Mitte zu verhindern. Wann zählt in dieser Stadt wieder Ästhetik statt Ideologie? Daniel Dogadin, Lippstadt