Bundesliga-Rückkehr im Fokus

©IMAGO
Der FC Schalke hat nach Edin Dzeko den nächsten Transfercoup gelandet und Dejan Ljubicic von Dinamo Zagreb verpflichtet, wie der S04 am Dienstag bestätigte. Medienberichten zufolge zahlt der Zweitliga-Spitzenreiter eine Ablöse von 750.000 Euro an die Kroaten, die im Aufstiegsfall um 250.000 Euro steigen kann. Der Vertrag ist nach Klubangaben bis 2028 gültig. Ljubicic kann ein Kunststück gelingen, das zuvor nur 22 Profis geschafft haben.
„Dejan hat bei seinen bisherigen Stationen und auch schon in der österreichischen Nationalmannschaft seine vielfältigen Qualitäten auf verschiedenen Positionen gezeigt, sagte Schalke-Direktor Youri Mulder über Neuzugang Ljubicic. „Er erkennt Räume schnell, trifft saubere Entscheidungen und strukturiert das Spiel aus dem Zentrum heraus. Zudem bringt er eine hohe Spielintelligenz mit. Dejan sehen wir als zuverlässigen Teamplayer, der vielseitig einsetzbar ist.“
Ljubicic hatte erst im Sommer einen Vertrag bis 2029 bei Dinamo Zagreb unterschrieben und gehörte zum Stammpersonal. In der laufenden Saison absolvierte er 22 Partien und war an fünf Treffern beteiligt. Laut „Sky“ soll die Rückkehr nach Deutschland auch familiäre Gründe haben. „Sportske novosti“ schrieb hingegen, dass aus dem Spielerumfeld zu vernehmen sei, dass Ljubicic mit dem Spielstil von Dinamo unzufrieden sei. Dies wäre offensichtlich gewesen und auch von Fans kritisiert worden.
Macht es Ljubicic wie Hartel und Klement?
Der neunfache Nationalspieler Österreichs weiß, wie man in die Bundesliga aufsteigt. In der vergangenen Saison feierte er mit dem 1. FC Köln die Bundesliga-Rückkehr und steuerte sieben Scorer in 27 Partien bei. Ljbucic wäre der 23. Profi, der in zwei aufeinanderfolgenden Saisons mit unterschiedlichen Klubs in die Bundesliga aufsteigt. Zuletzt hatten dieses Kunststück Marcel Hartel (Union Berlin, Arminia Bielefeld) und Philipp Klement (Paderborn, Stuttgart) in den Spielzeiten 2018/19 und 2019/20 geschafft.
Ljubicic ist nach Dzeko und Heidenheims Kevin Müller der dritte Winter-Zugang der Königsblauen. Insgesamt kamen in dieser Saison neun neue Spieler, Ljubicic ist der fünfte, für den die Schalker Geld in die Hand genommen haben. In Gelsenkirchen lebt der Traum von der Bundesliga-Rückkehr, denn seit dem 10. Spieltag ist man Spitzenreiter. Der Vorsprung auf den Relegationsplatz beträgt aktuell drei Zähler (zur Tabelle).
„Für mich ist Schalke 04 in der aktuellen Situation eine super Herausforderung“, erklärte Ljubicic in einer Mitteilung der Gelsenkirchener. „Mir ist von den Schalker Verantwortlichen in sehr guten Gesprächen erklärt worden, wo sie mich sehen und wie ich eine Verstärkung für die Mannschaft werden kann. Dafür werde ich ab dem ersten Tag mein Bestes geben.“