Werther. Bisher stehen in Werther ausschließlich Provisorien – und so wird es wohl zunächst auch bleiben. Alle drei großen Mobilfunkanbieter Telekom, Vodafone und Telefonica/O2 haben ihre Antennen auf verschiedene mobile Masten im Innenstadtbereich geschraubt. Ein fester Mast, für den bereits ein Standort am Teutoburger-Wald-Weg gefunden ist und der eigentlich bereits seit 2024 stehen sollte, ist weiter nicht in Sicht. Dafür gibt es jetzt Pläne, die Telekom-Antenne umzusiedeln.
Dass es bislang keine Dauerlösung gibt, ist vermutlich der Eile zuzuschreiben, mit der sich die Anbieter nach 2020 eine Alternative suchen mussten. Davor hatten sie viele Jahre lang ihre Antennen auf dem Dach des ehemaligen H.-W.-Meyer-Gebäudes an der Engerstraße platziert. Als die Immobilie jedoch vor sechs Jahren den Besitzer wechselte und abgerissen werden sollte, mussten sich die Telekommunikations-Unternehmen andere Standorte suchen.
Die Telekom schaffte es am schnellsten: Sie montierte Anfang 2022 ihre Antenne auf einen mobilen Masten nahe der Bielefelder Straße gegenüber der Ampelschule. Ein Jahr später folgte Vodafone mit einem mobilen Masten auf dem Freibadgelände, das ihr die Stadt zur Verfügung stellte. Und 2024 zog schließlich auch der O2-Mutterkonzern Telefonica nach, der 2024 seinen Masten nahe dem Friedhofgelände aufbaute. Jetzt steht also wieder eine Veränderung an.
Telekom-Antenne in Werthers Zentrum wechselt in die Nähe des Hofes Venghaus
Wie Bürgermeister Veith Lemmen im jüngsten Ausschuss für Digitales mitteilte, soll der Mast der Telekom an den Teutoburger-Wald-Weg auf eine freie Fläche neben der Hofstelle Venghaus wechseln. Wann dies passieren soll, stehe noch nicht fest.
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Hauptamtsleiter Guido Neugebauer erläuterte auf Anfrage, dass dies für eine Übergangsphase gedacht sei, bevor der endgültige, feste Funkmast errichtet wird. Wann dies sein wird, könne er allerdings nicht sagen. Sagte aber, dass die Standortsuche für das Provisorium eine gewisse Zeit in Anspruch genommen habe, da der Mast innenstadtnah und gleichzeitig möglichst hoch liegen muss, um optimale Sendeeigenschaften zu gewährleisten.
Wie das „Haller Kreisblatt“ 2024 berichtet hatte, ist der feste Mobilfunkturm ebenfalls am Teutoburger-Wald-Weg nahe der Schützenklause vorgesehen. Er soll um die 40 Meter hoch sein und – wenn sich die Unternehmen einig werden – die Antennen aller drei Anbieter aufnehmen.
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