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Campuslinie, Königsbrücker Straße, Blaues Wunder, Tunnel Wiener Platz, Hamburger Straße: Stadt Dresden investiert in diesem Jahr rund 108 Millionen in Straßen und Brücken
Das Jahr 2026 wird verkehrstechnisch auf jeden Fall ein spannendes, vor allem aber ein herausforderndes für alle Verkehrsteilnehmer werden. Denn es werden in der Stadt so viele Großbaustellen aufgemacht wie lange nicht. Für grundhafte Straßenbauprojekte stehen 59,6 Millionen Euro und für grundhafte Brückenbauprojekte 48,5 Millionen Euro bereit, in Summe also 108 Millionen.
Campuslinie
Die Hauptbauarbeiten an der Campuslinie, im Abschnitt Nossener Brücke und Nürnberger Straße, starten am 1. Juni und laufen voraussichtlich bis Mai 2031. Zwischen 2. und 28. Februar werden bereits jetzt im Mittelstreifen an der Budapester Straße zwischen Glauchauer und Nürnberger Straße sowie im Bereich der Nossener Brücke Bäume gefällt. Als Ausgleich sind umfangreiche Neupflanzungen vorgesehen: Entlang der Nürnberger Straße entstehen neue Baumreihen, Gehölz- und Grünflächen.
Parallel wird der letztes Jahr begonnene Bau des Mediendükers fortgesetzt. Der soll in diesem Sommer in Betrieb gehen und im Herbst vollständig fertiggestellt werden.
Königsbrücker Straße
Im September startet der grundhafte Ausbau der Königsbrücker Straße zwischen Albertplatz und Stauffenbergallee. Bis April 2030 soll die Trasse fertig sein. Der Kostenanteil der Stadt liegt bei 28,6 Millionen Euro, insgesamt ist die Trasse mit 87,5 Millionen geplant. Während der Bauzeit wird die Straße halbseitig gesperrt, eine Spur pro Richtung bleibt offen. „Im Sommer wird es dazu noch eine Informationsveranstaltung für alle Bürger dazu geben“, kündigt Simone Prüfer, die Leiterin des Straßen- und Tiefbauamtes, an.
Blaues Wunder
Ende Oktober geht es mit der Sanierung der Blasewitzer Hälfte des Blauen Wunders los, die Arbeiten sollen bis Ende 2030 dauern. Die Loschwitzer Brückenseite, die im Mai letzten Jahres gestartet wurde, soll 2029 fertig sein. Pro Brückenseite sind jeweils 19,5 Millionen Euro Baukosten geplant. Während der gesamten Bauzeit soll immer eine Fahrspur pro Fahrtrichtung offen sein.
Wiener Platz
Ende dieses Jahres wird der Tunnel Wiener Platz zur Baustelle, weil die Tunneltechnik aus dem Jahr 2002 heute nur noch Minimalanforderungen entspricht. „Die technischen Anlagen sind völlig veraltet, es fehlt ein Leitsystem, das im Brandfall den Weg hinaus anzeigt“, so Amtsleiterin Simone Prüfer.
Als weitere „kleinere“ Bauvorhaben steht ab August die Blumenstraße zwischen Pfeifferhanns- und Bundschuhstraße an (bis Juni 2027).
Hamburger Straße
Wie bereits ausführlich informiert, starten Mitte Februar umfangreiche Baumaßnahmen auf der Hamburger Straße. Die Deutsche Bahn errichtet hier eine neue Eisenbahnbrücke. Die darunterliegende Straße wird zwischen Warthaer Straße und Weißeritzbrücke grundhaft ausgebaut.
Planungen für 2027
Ab Februar 2027 soll die Brücke Königsbrücker Straße zwischen Hermann-Mende- und Magazinstraße bis Mitte 2029 erneuert werden. Kurz darauf beginnt der Ausbau der Quohrener Straße zwischen Bautzner Landstraße und Schönfelder Landstraße. Bis 2030 soll die Straße in drei Abschnitten grundhaft ausgebaut werden. Eine neue Brücke über den Lockwitzbach im Zuge der Bahnhofstraße ist ebenfalls geplant. Neuer Asphalt kommt auf die Reicker, Zwingli- und Pillnitzer Straße (bei Altwachwitz) sowie auf die Karcherallee und die Coventrystraße.
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