Carlos Alcaraz

Stand: 27.01.2026 13:07 Uhr

Carlos Alcaraz steht nach einem Sieg gegen Alex de Minaur im Halbfinale der Australian Open in Melbourne. Dort trifft er am Freitag nun auf Alexander Zverev.

Der 22-jährige Spanier besiegte im Viertelfinale den Australier in der Rod Laver Arena mit 7:5, 6:2 und 6:1 und bleibt damit weiterhin ohne Satzverlust im Turnier.

Zverev hatte sich zuvor mit 6:3, 6:7 (5:7), 6:1, 7:6 (7:3) gegen den US-Amerikaner Learner Tien durchgesetzt. Der Deutsche darf sich durchaus Hoffnungen machen. Denn der Weltrangliste-Erste Alcaraz produzierte ungewohnt viele Fehler, ihm reichte eine durchschnittliche Leistung zum Sieg gegen die Nummer sechs der Welt.

Zufrieden war er dennoch. „Ich bin sehr zufrieden mit meinem aktuellen Niveau“, sagte der Spanier, der es voraussichtlich am frühen Freitagmorgen deutscher Zeit mit Zverev zu tun bekommt: „Ich muss mein Level noch weiter steigern. Ich habe Sascha gesehen, er spielt tolles Tennis, sehr aggressiv, sehr solide. Das wird ein großartiger Kampf.“

Wilder erster Durchgang

Gleich zu Beginn ließ der Favorit die Muskeln spielen. Er brachte seine ersten beiden Aufschlagsspiele locker durch und nahm seinem Konkurrenten gleich mal den Aufschlag ab. So stand es schnell 3:0 für Alcaraz und es sah im ersten Satz nach einem Spaziergang für den Spanier aus.

Doch dann wurde dessen Spiel zu fehlerhaft. De Minaur nutzte das und war wohl genau wie das australische Publikum erleichtert über seinen ersten Spielgewinn. Der 26-Jährige aus Sydney fand seinen Rhythmus, und Alcaraz patzte munter weiter. Von der Souveränität und dem druckvollen Spiel war nichts mehr zu sehen. Alcaraz verlor sein Aufschlagspiel und musste dann sogar den 3:3-Ausgleich einstecken.

Was ihn offenbar wachrüttelte. In Spiel sieben musste er zwar über Einstand gehen, holte aber die Punkte und schaffte anschließend das Break zum 5:3. Dabei profitierte er weniger von seiner eigenen Stärke als von der steigenden Fehlerzahl seines Gegenübers. Alcaraz schlug zum Satzgewinn auf, hatte jedoch schnell Breakbälle gegen sich und musste erneut das Break hinnehmen. De Minaur nutzte die Unsicherheit des Spaniers und glich zum 5:5 aus. Es war ein Auf und Ab, keiner der beiden Akteure brachte Konstanz in sein Spiel.

Alcaraz brachte anschließend seinen Aufschlag durch und hatte dann bei Service de Minaurs drei Satzbälle. Keinen konnte er nutzen. Am Ende holte er dennoch mit 7:5 den ersten Satz.

De Minaur nicht konsequent genug

Auch zu Beginn des zweiten Satzes lag Alcaraz nach einem Break mit 3:0 vorne. Und in allen drei Spielen war mehr drin für de Minaur, der die wichtigen Punkte verlor.

Das schien in ihm zu arbeiten, denn anders als im ersten Satz fand er keine Antwort. Zwar brachte er seine Aufschlagsspiele durch, eins sogar zu null, doch bei Service Alcaraz nutzte er wieder seine Chancen nicht. Der Spanier machte dann bei 5:2 aus seiner Sicht mit einem Break den Deckel drauf.

Dabei reichte Alcaraz eine durchschnittliche Leistung auf nicht allzu hohem Niveau. Er hatte es aber mit einem Gegner zu tun, der das nicht für sich nutzen konnte. De Minaur begeisterte einige Male mit spektakulären Aktionen, insgesamt aber spielte er zu inkonstant.

Alcaraz erst im dritten Satz mit Klasse

Wenigstens machte Alcaraz im dritten Durchgang Dampf, er erhöhte den Druck und führte – trotz einer weiterhin recht hohen Fehlerquote – zum dritten Mal schnell mit 3:0. Was man de Minaur zugutehalten muss: Er gab sich nie auf. Dennoch ging der dritte Durchgang recht klar mit 6:1 an Alcaraz.