1. Dachbodenzugang oder -luke dämmen

Einige ältere Häuser haben einen Treppenzugang zum unbeheizten Dachboden – der oftmals „nur ein besserer Holzverschlag“ ist, wie Carsten Herbert sagt. Er rät, solche Zugänge genauso wie Dachluken zu dämmen und abzudichten. Maßnahmen dieser Art lassen sich laut Herbert bereits zu Kosten von 100 Euro umsetzen und führen dazu, dass es im Erdgeschoss weniger Zugluft gibt.

Zu dieser Zugluft kommt es, weil warme, aufsteigende Luft im Dach durch Fugen und Ritzen nach draußen drückt. Dadurch entsteht ein Sog vom Erd- ins Obergeschoss, der kalte Luft von außen in das Haus einströmen lässt, zum Beispiel durch eine undichte Eingangstür oder einen Briefkastenschlitz.

Carsten Herbert gab im Hospitalhof in Stuttgart etwa 750 Eigentümern von Ein- und Zweifamilienhäusern Tipps. Foto: Lisa Kutteruf 2. Das Schrägdach dämmen

Häufig entweicht über das Dach viel Wärme. Als besonders wirkungsvoll dagegen bezeichnet Herbert die sogenannte kaltseitige Dämmung der obersten Geschossdecke. Dabei dämmt man die Decke des letzten beheizten Stockwerks auf der kalten, also unbeheizten, Seite von oben – zum Beispiel vom Dachboden aus. „Keine andere der großen Maßnahmen ist günstiger zu haben und bringt gleichzeitig einen so großen Einspareffekt“, sagt der Energiesparkommissar.

Dabei gibt es verschiedene Varianten. Bei der einfachsten wird die Dämmung einfach lose auf die Decke ausgelegt, ausgerollt oder aufgeblasen – diese ist dann zwar nicht begehbar, aber schon für 1000 Euro zu haben. Etwas aufwendiger und teurer sind begehbare Varianten, diese kosten laut Herbert „vielleicht eher runde 5000 Euro“.

Mit ebenfalls etwa 5000 Euro muss man laut Herbert rechnen, wenn man die Dachschrägen vom Spitzboden aus dämmt. Das ist möglich, wenn man von dort aus Zugang zum Holzraum zwischen den Dachbalken hat. Dabei führt man einen Dämmsack – eine Art vorgefertigter Folienschlauch – in den Hohlraum ein und bläst ihn mit Dämmung voll.

3. Heizkörpertausch und Hybridlösungen

„Man sollte nie über 55 Grad Vorlauf kommen“, sagt Herbert zur Vorlauftemperatur von Heizungen. Sei dies der Fall, rät er zu einem Heizkörpertausch.

Zudem macht der Heizungsexperte auf Hybridlösungen aufmerksam, um den Öl- oder Gasverbrauch nach unten zu fahren. So könne man etwa eine Gasheizung mit einer Klimaanlage zum Heizen und Kühlen (Luft-Luft-Wärmepumpe) kombinieren, um Kosten zu sparen. Bei dieser Art Wärmepumpe spricht Herbert von der „einfachsten und günstigsten Lösung“.