CHIPKatharina Böntgen27.01.202619:35

Nicht Pizza, Pasta oder Steak: Laut dem internationalen Food-Portal TasteAtlas ist das leckerste Gericht der Welt Bori-bori. Wir zeigen, was es mit der Speise genau auf sich hat.

Bori-bori: Unerwarteter Spitzenreiter im Welt-Ranking

TasteAtlas sammelt und bewertet traditionelle Gerichte aus aller Welt. In das aktuelle Ranking flossen Hunderttausende Nutzerbewertungen für mehrere Tausend Speisen ein. Genauer gesagt: Die aktuelle Rangliste von „Taste Atlas“ mit 100 Gerichten stützt sich auf 453.720 Bewertungen von Nutzern für insgesamt 11.781 Gerichte aus der Datenbank des Portals.

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Das Ergebnis: Bori-bori landet auf Platz 1 der Liste „Best Dishes in the World“ – noch vor Klassikern wie neapolitanischer Pizza, die im Vorjahr den Spitzenplatz belegte und nun auf Rang zwei steht. Die Botschaft dahinter: Nicht nur internationale „Superstars“ wie italienische oder japanische Küche punkten, sondern auch regionale Hausmannskost, die außerhalb ihrer Heimat kaum bekannt ist.

Was ist Bori-bori überhaupt?Eine Frau, die vor einem riesigen Maissack steht und diesen schält. Klößchen aus Maismehl sind ein wichtiger Bestandteil der tradionellen Bori-bori Suppe. Donyanedomam/GettyImages

Bei Bori‑bori handelt es sich um eine kräftige Suppe aus Paraguay, die optisch an eine Mischung aus Hühnersuppe und Grießklößcheneintopf erinnert. Der Unterschied: Sie wird auf Maisbasis zubereitet. Typisch sind eine aromatische Brühe, meist auf Hühnerbasis, kleine Maismehl-Klößchen, die sogenannten „vori‑vori“ (wörtlich „viele Bällchen“), sowie paraguayanischer Käse, der der Suppe ihre besondere Note verleiht. Ergänzt wird das Gericht je nach Region und Verfügbarkeit durch Gemüse und frische Kräuter.

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Bori‑bori gilt als Alltagsklassiker in Paraguay und wird sowohl in ländlichen Haushalten als auch in städtischen Küchen zubereitet. Dabei ist die Suppe mehr als nur ein Rezept. Sie ist eng mit Alltag, Familie und Tradition verknüpft. Häufig wird sie bei kühlerem Wetter als vollwertige Hauptmahlzeit serviert, zu Familienfeiern, ländlichen Festen und in kleinen Lokalen angeboten.

Historisch spiegelt Bori‑bori die lange Nutzung von Mais und Geflügel in der Region wider. Aus der Not, wenige Zutaten zu „strecken“, entstanden kompakte Teigbällchen, die heute als unverwechselbares Markenzeichen des Gerichts gelten, wie auf dem Kochblog Jabberwocky Stew erklärt wird . Traditionell wird die Suppe aus einer langsam ausgekochten Hühnerbrühe zubereitet, in der die Mais‑Kloßchen sanft garen und dabei einen Teil der Flüssigkeit aufnehmen, wodurch die Suppe sämig wird, ohne dass Mehl oder Sahne hinzugefügt werden müssen.

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  • 250–300 g Hähnchenfilet oder Hähnchenschenkel
  • 200 g Kürbis
  • 2 Selleriestangen
  • 1 kleine Zwiebel, gewürfelt
  • 1–2 Karotten
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1 Knoblauchzehe, gepresst
  • 2–3 EL Olivenöl
  • ½ TL Nelkenpulver
  • 1 TL Salz
  • ½ TL Pfeffer
  • ½ Bund Petersilie, gehackt
  • 1 TL Oregano
  • 1–1,5 l Wasser

Für die Bori-bori-Klößchen:

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  • 250 g feines Maismehl (kein Polenta)
  • 40 g geriebener Parmesan
  • 80 g Feta, zerbröselt
  • 1 EL Butter
  • 1 TL Salz

Zubereitung

Zunächst werden Zwiebeln, Sellerie, Knoblauch, Kürbis und Karotten in Olivenöl angedünstet und anschließend mit Wasser aufgegossen. Gewürzt wird die Brühe mit Lorbeer, Nelkenpulver, Oregano, Salz und Pfeffer. Danach kommen Petersilie und Hühnerfleisch hinzu, das entweder klein geschnitten oder als Schenkel im Ganzen gegart wird.

Für die Klößchen wird fein gemahlenes Maismehl mit geriebenem Käse und Feta vermischt. Ein Teil der heißen Brühe wird zum Teig gegeben, sodass eine formbare, aber nicht zu trockene Masse entsteht. Daraus werden kleine Bällchen von etwa 3 cm Durchmesser geformt, die in die köchelnde Suppe gegeben werden. Die Klößchen garen 10–20 Minuten in der Brühe, bis sie fest sind und die Flüssigkeit leicht aufgenommen haben. Nach Entfernen des Lorbeerblatts ist die Suppe servierfertig.