Der spektakuläre Einbruch in die Sparkasse Gelsenkirchen sorgt weiterhin für intensive Ermittlungen der Polizei. Die Zahl der Ermittler wurde von ursprünglich 230 auf inzwischen 350 aufgestockt.
Im Schichtbetrieb arbeiten die Beamten rund um die Uhr, sieben Tage die Woche, um den Fall aufzuklären. Tausende Stunden Videomaterial und 30.000 gesichtete Gegenstände sind nur ein Teil der Beweissicherung.
Ermittlungen bei der Sparkasse Gelsenkirchen
NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) informierte den Landtag über die Fortschritte bei der Aufklärung des Millionen-Coups. Er bestätigte, dass die Diebe den Schließmechanismus einer Verbindungstür vom Parkhaus zur Bank manipulierten und dahinter einen Bewegungsmelder abklebten. Ein Fahndungsaufruf in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY … ungelöst“ lieferte bereits Dutzende Hinweise.
Die Polizei hat extra ein Gebäude angemietet, um die Ermittlungen effizienter zu gestalten. Eine Besondere Aufbauorganisation (BAO) namens „Bohrer“ nimmt sich des Falles an. Von einem Archivraum aus bohrten die Täter ein großes Loch in den Tresorraum der Sparkasse Gelsenkirchen, um an die Kundenschließfächer zu gelangen.
Schließfächer und Millionenbeute im Fokus
Die Räuber zeigten eine erschreckende Präzision: Binnen weniger Stunden leerten sie 3.100 Kundenschließfächer der Sparkasse Gelsenkirchen und umgingen sämtliche Sicherheitssysteme. Der Bankalarm wurde nicht ausgelöst. Für die Opfer ist die Höhe der Beute völlig unklar. Erste Schätzungen gehen von einem Betrag im hohen Millionenbereich aus.
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Trotz des professionellen Vorgehens der Täter blieben einige Wertsachen zurück, wie Reul bestätigte. Dies lässt den Ermittlern zumindest einen Hoffnungsschimmer. Auch die Sparkasse teilt auf Facebook mit: „Aktuell erfassen wir gemeinsam mit der Polizei und mit notarieller Begleitung mehrere Hunderttausend zurückgebliebene Gegenstände – an sieben Tagen die Woche und 24 Stunden am Tag! Aufgrund der unvorstellbaren Anzahl der Gegenstände wird dies noch einige Wochen in Anspruch nehmen.“ Für die Betroffenen bleibt es also weiterhin ein nervenaufreibendes Geduldsspiel.