Mit dieser Niederlage hatten wohl nur die wenigsten Handball-Fans gerechnet. Am Montag verloren die Franzosen bei der Europameisterschaft gegen die bereits ausgeschiedenen Spanier mit 32:36. Ein überraschendes Ergebnis, das Frankreich am Mittwoch (18 Uhr/ZDF und Dyn) im Hauptrunden-Endspiel gegen Deutschland zu einem Sieg zwingt.
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Kein Wunder also, dass das Team von Trainer Guillaume Gille (49) nach Spielende erstmal Dampf ablassen musste. Kapitän Ludovic Fabregas (29) rechnete mit seiner eigenen Mannschaft ab. Ihm zufolge habe man sich schon zu stark auf das Deutschland-Duell konzentriert.
Der Kreisläufer zu BILD: „Wir waren mit dem Kopf nicht zu 100 Prozent in diesem Spiel. Das war gefährlich und so haben wir die Punkte nicht geholt. Wir können nicht zufrieden sein, wir haben Bälle weggeworfen und zu früh die Lösungen gesucht. Danach kamen wir nicht zurück.“

Ludovic Fabregas (29) war mit dem Spiel seiner Mannschaft überhaupt nicht zufrieden
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Und weiter: „Wenn irgendwer vorausgeschaut hat, war das ein großer Fehler. Sowas können wir uns nicht erlauben. Denn bislang haben wir gut gespielt und es wäre wichtig gewesen, gegen Spanien weiterzumachen. Aber das haben wir nicht getan und jetzt ist das Selbstvertrauen vielleicht angeknackst. Wir werden am Mittwoch gegen Deutschland eine Reaktion zeigen.“
Handball-EM: Franzosen bis Spanien-Spiel in Top-Form
Bis zum Spanien-Spiel hatten die Franzosen ein phänomenales Turnier gespielt und lediglich gegen Top-Favorit Dänemark (29:32) verloren. Beim Vorrundensieg gegen die Ukraine (46:26) stellten sie einen neuen Rekord für die meisten Tore in einem EM-Spiel auf, nur um sieben Tage später in der Hauptrunde gegen Portugal (46:38) erneut 46 Tore zu werfen.
Gegen Spanien zeigte sich der Frust aber auch schon auf dem Platz. Sekunden vor Schluss stellte sich Dylan Nahi (26) in den Weg von Spaniens Abel Serdio (31), der sich den Knöchel verdrehte. Der Franzose kassierte für sein unnötiges Foul eine Zwei-Minuten-Strafe.
Frust-Foul von Frankreich-Star: Die wohl hässlichste Szene der Handball-EM
Quelle: BILD/ DYN27.01.2026
Die Vorgabe gegen Deutschland ist klar: Frankreich MUSS gewinnen, um das Halbfinale zu erreichen. Bei einer Niederlage könnten „Les Bleus“ sogar noch auf Gruppenplatz fünf abrutschen und so das Spiel um Turnierplatz fünf verpassen.
Gille auf der Pressekonferenz am Dienstag: „Natürlich waren wir enttäuscht, wie wir agiert haben. Aber wir müssen nach vorn schauen und der nächste Schritt ist immer der wichtigste. Dänemark hat uns (durch den Sieg gegen Deutschland, Anm. d. Red.) eine Chance gegeben, in diesem Turnier weiterzukommen.“
