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„Heute haben wir mal einen späten Nackenschlag verteilt.“ St. Paulis Routinier Hauke Wahl (31) konnte seine Freude nicht verbergen über das späte 1:1 seiner Kiez-Kicker gegen Champions-League-Kandidat RB Leipzig. Zuletzt in Wolfsburg (1:2) und in Dortmund (2:3) war es noch genau umgekehrt. Riesen-Jubel am Millerntor, als Martijn Kaars in der dritten Minute der Nachspielzeit den selbst herausgeholten Foulelfmeter verwandelte. Mega-wichtig im Abstiegskampf.

St. Pauli feiert Hoffnungs-Punkt

Der Last-Minute-Torschütze verriet: „Eric Smith wollte eigentlich schießen, aber dann hat er mir den Ball gegeben. Dann kam Jackson Irvine und sagte, dass ich schießen soll. Aber es gab keine Diskussionen. Ich hab‘ schon vor drei, vier Wochen entschieden, wohin ich den ersten Elfer schieße.“ Und zur Elfer-Szene, als er von David Raum getroffen wurde: „Er ist gerutscht, hat mich voll berührt. Darauf hatte ich gehofft.“

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Quelle: DFL26.01.2026

Ein Elfmeter-Tor, das Chef-Trainer Alexander Blessin (52), der mit der Einwechslung von Kaars ein goldenes Händchen bewies, gar nicht sah. Der Coach direkt nach Abpfiff: „Er war schon als Elfmeter-Schütze vorgesehen, wer sich halt gerade gut fühlt. Aber ich hab‘ gar nicht hingeguckt. Ich weiß nicht, in welche Ecke er geschossen hat. Heute habe ich das Gefühl gehabt, ich muss zum Publikum gucken.“

Der Hoffnungs-Punkt für St. Pauli war jedenfalls alles andere als unverdient. Bereits in der ersten Hälfte hätte Turbo-Stürmer Ricky-Jade Jones bei drei Gelegenheiten ein Tor erzielen können. Blessin: „Wir hätten uns noch mehr belohnen können. Aber in Summe haben wir bravourös gekämpft und den Punkt verdient mitgenommen.“

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Ein gefühlter Sieg? So sah es der in der zweiten Halbzeit ins Spiel gekommene Kapitän Jackson Irvine (32) nicht: „Nein, ein gefühlter Sieg war es nicht. Aber wir haben wirklich leidenschaftlich bis zum Schluss gefightet. Deshalb gehen wir mit einem positiven Gefühl hier raus. Aber in jedem Spiel geht es weiter um Leben oder Tod für uns.“