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Sein Teufelsritt wird NICHT mit Olympia belohnt!

Skifahrer Luis Vogt (23) bekommt keine Ausnahmegenehmigung, um doch noch an den Olympischen Winterspielen in Italien (beginnen am 6. Februar) teilnehmen zu dürfen. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat einen Antrag des Deutschen Skiverbandes (DSV) abgelehnt. Das bestätigte Sportvorstand Wolfgang Maier (65) am Rande des Weltcups in Schladming (Österreich) gegenüber dem Bayerischen Rundfunk.

Vogt war am letzten Samstag die legendäre Streif in Kitzbühel sensationell stark heruntergedonnert und landete auf einem guten 8. Platz. Das beste Weltcup-Ergebnis seiner Karriere war gleichzeitig die Erfüllung der deutschen Olympia-Norm (einmal Platz 8 oder zweimal Platz 15).

Mehr zum ThemaNeureuther: „Quotenregelung ist totaler Quatsch“

ARD-Experte Felix Neureuther (41) forderte nach dem Hahnenkamm-Rennen: „Das ist eine Riesenüberraschung. Jetzt muss er mit Olympia belohnt werden. Wenn das nicht mehr klappt, dann ist das ein Skandal.“ Jetzt ist klar: Es hat nicht geklappt.

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Der DOSB hatte sein Olympia-Team bereits am Montag vor dem Kitzbühel-Weltcup nominiert. Vogt fehlte, weil der DSV sein Kontingent (maximal 5 Ski-Herren) bereits ausgeschöpft hatte. Das basiert auf einer komplizierten Quotenregelung des Weltverbands FIS.

Neureuther in der ARD: „Diese Quotenregelung ist totaler Quatsch. Es werden Athleten mitgenommen aus Ländern, die nicht den Hauch einer Chance haben. Und von den Besten der Welt müssen einige daheimbleiben.“

Nach der starken Vogt-Leistung hatte der DSV versucht, den Garmischer zumindest für die drei olympischen Abfahrtstrainings nachzumelden. Laut Maier wurde aber nur eine Testfahrt gewährt. Viel zu wenig bei einer derart schwierigen Strecke wie der „Pista Stelvio“ in Bormio. Jetzt ist ein Vogt-Start nur noch dann realistisch, wenn ein anderer deutscher Fahrer ausfallen sollte.