Der Gemeinderat Karlsruhe hat in seiner Sitzung am 27. Januar über das Einsparkonzept der Verkehrsbetriebe Karlsruhe (VBK) abgestimmt. Die geplanten Änderungen haben wir in diesem Artikel für Sie zusammengestellt: VBK auf Sparkurs: Weniger Bahnen ab Sommer 2026?
Grüne, CDU und SPD setzten sich gegen Taktreduzierung ein
In einem kurzfristigen Änderungsantrag vom 27. Januar beantragten die Fraktionen von Grünen, CDU und SPD, die Taktreduzierungen aufzuweichen. Ihre Forderungen lauten wie folgt:
- Die jetzige 10-Minuten-Takt-Regelung am Samstag beizubehalten
- Die Umstellung des 20-Minuten- auf einen 30-Minuten-Takt soll täglich erst um 23 Uhr erfolgen (statt wie im Einsparkonzept schon um 21 Uhr)
- Angebot eines Anruflinientaxis als Ersatz bei komplettem Ausfall von Busverbindungen
- Schulfahrten auf komplett entfallenden Buslinien sollen weiterhin stattfinden
Außerdem solle die Laufzeit dieses geänderten Einsparkonzepts auf zwei Jahre begrenzt werden. Zudem sollen der Gemeinderat sowie der Aufsichtsrat der VBK laufend über mögliche Rückgänge an Fahrgästen informiert werden – sollten diese mit den Einsparungen zusammenhängen.

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Der Karlsruher Gemeinderat bei den Beratungen für den Doppelhaushalt im Dezember 2025.
Foto: Carmele/TMC Fotografie
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Der Karlsruher Gemeinderat bei den Beratungen für den Doppelhaushalt im Dezember 2025.
Foto: Carmele/TMC Fotografie
Fraktionen betonen Bedürfnisse der Bürger trotz Schulden
Trotz der städtischen Verschuldung und des Ziels, Geld einzusparen, sollen laut der Fraktionen die Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger berücksichtigt werden. „Die Taktausdünnung am Samstag würde alle Menschen hart treffen. Außerdem hätte die Änderung auch eine negative Auswirkung auf den Einzelhandel“, sagt Stadtrat Aljoscha Löffler (Die Grünen) in der Gemeinderatssitzung am 27. Januar.

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Aljoscha Löffler, Fraktionsvorsitzender der Grünen-Fraktion Karlsruhe.
Foto: ps/Grüne Karlsruhe
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Aljoscha Löffler, Fraktionsvorsitzender der Grünen-Fraktion Karlsruhe.
Foto: ps/Grüne Karlsruhe
Stadträtin Bettina Meier-Augenstein (CDU) ergänzt: „Uns ist wichtig, dass das, was wir heute beschließen, eine vorübergehende Änderung ist.“

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Bettina Meier-Augenstein, Stadträtin der CDU-Fraktion Karlsruhe.
Foto: ps/ CDU Karlsruhe
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Bettina Meier-Augenstein, Stadträtin der CDU-Fraktion Karlsruhe.
Foto: ps/ CDU Karlsruhe
Langfristig sehe die CDU-Fraktion den Bund in der Pflicht, die Kommunen im Bereich des öffentlichen Nahverkehrs zu unterstützen.
Gemeinderat stimmt Antrag mit Mehrheit zu
Der Gemeinderat nimmt den interfraktionellen Änderungsantrag mit 29 Ja-Stimmen zu 10 Nein-Stimmen mehrheitlich an. Somit fallen die Einsparungen im ÖPNV weniger hart aus als ursprünglich von der Stadtverwaltung vorgeschlagen. „Wir sind überzeugt, dass mit dem Antrag ein guter Kompromiss gefunden wurde“, sagt Stadträtin Sibel Uysal (SPD).

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Sibel Uysal, Stadträtin der SPD-Fraktion Karlsruhe.
Foto: ps/ SPD Karlsruhe
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Sibel Uysal, Stadträtin der SPD-Fraktion Karlsruhe.
Foto: ps/ SPD Karlsruhe
Bund und Land in der Verantwortung: Was kritisieren die Fraktionen in ihrem Änderungsantrag?
- Laut der Fraktionen summiere sich das jährliche Defizit der VBK bis 2030 auf mehr als 146 Millionen Euro
- Als Grund sehen die Fraktionen unter anderem die fehlende Gegenfinanzierung durch Land und Bund, beispielsweise beim Deutschlandticket
- Für Kunden, die den Karlsruher ÖPNV mit Deutschlandticket nutzen, werde die Stadt Karlsruhe vom Bund nicht automatisch finanziell entschädigt
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Franziska Gebhard
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