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Werder Bremen ist nach der 0:2-Heimpleite gegen Hoffenheim seit neun Spielen ohne Sieg. Die Abstiegsangst ist nun endgültig angekommen, die Fans pfeifen die Mannschaft nach Abpfiff aus.
Auch für Trainer Horst Steffen (56) wird die Luft immer dünner. Am Samstag (15.30 Uhr, Sky) geht es gegen Gladbach. Ein Spiel, das die Bremer unbedingt gewinnen müssen.
Bezeichnend für die Werder-Situation: der Start in die 2. Halbzeit. Hoffenheims Shooting-Star Burger sieht Rot nach Foul an Puertas (52.). Zwei Minuten später kassiert Werder in Überzahl durch Prömel das 0:2 (54.). Senne Lynen nach dem Spiel zu den spielentscheidenden Minuten: „Das ist viel zu billig, viel zu einfach.“
Kurz darauf wird dann auch noch der vermeintliche Anschlusstreffer durch Schmid wegen einer knappen Abseitsstellung vom VAR einkassiert (63.). In der Schlussphase drückt Werder, liegt in der Torschuss-Statistik mit 27:12 vorn, davon gehen aber nur drei aufs Tor von Hoffenheim-Keeper Baumann! Bremen bleibt zum fünften Mal in den vergangenen sechs Spielen ohne eigenes Tor.
Mittelfeld-Motor Stage mit deutlichen Worten zur derzeitigen Situation: „Wir sind einfach nicht gut genug. Die Qualität reicht nicht.“
Dafür p(r)asst der perfekt! Den Treffer des Tages erzielt Hoffenheims Alexander Prass kurz vor der Pause. Kramaric legt am Strafraum auf den Österreicher ab, der die Kugel mit links aus 24 Metern oben rechts in den Winkel donnert – 0:1 (44.).
Die Hoffenheimer sind weiterhin auf Platz drei und schielen auf einen Platz in der Champions League. Grischa Prömel nach dem Sieg: „Man muss jedes Wochenende hart für die drei Punkte arbeiten. Wir sind auf einem guten Weg.“
Nette Geste: Die Hoffenheimer zahlen den 250 mitgereisten Fans die Tickets. Diese Auswärtsfahrt hat sich also gleich doppelt gelohnt.