Noch sind es rund 8 Monate bis zur Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern. Doch der Wahlkampf scheint nicht nur der härteste in der Geschichte des nordöstlichsten Bundeslandes zu werden, der Kampf um Wähler, Stimmungen und Stimmen dürfte auch der längste werden. Bereits seit Monaten liefern sich die Parteien eine verbissene politische Auseinandersetzung. Motto: Alle gegen die AfD – die AfD gegen Alle. Oder um es sinngemäß mit den Worten der amtierenden Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) zu sagen: Ich oder die AfD – die AfD oder Ich.
SPD holt auf – Grüne fliegen raus
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Dass Schwesigs Taktik durchaus verfangen kann, dürfte eine aktuelle Umfrage des NDR zeigen. Demnach haben Schwesigs Sozialdemokraten seit der Umfrage der Nordkurier Mediengruppe im Sommer vergangenen Jahres aufgeholt. Seinerzeit kam die SPD auf maue 19 Prozent, laut NDR-Umfrage sind es jetzt 25 Prozent. Während die SPD sechs Prozentpunkte dazugewann, verlor die AfD drei Prozentpunkte und rutschte von 38 Prozent auf 35 Prozent. Damit rangiert die AfD immer noch satt vor der SPD – doch ist der riesige Vorsprung aus dem Jahr 2025 geschmolzen.
Unverändert liegen die Linke (12 Prozent) und die CDU (13). Das Bündnis Sahra Wagenknecht verliert einen Prozentpunkt, liegt mit sechs Prozent aber immer noch über der 5-Prozent-Hürde, die es für den Einzug in den Landtag zu nehmen gilt. Das trifft für die skandalerschütterten Grünen nicht mehr zu– die Ökopartei kommt nur auf vier Prozent. Damit würden die Grünen aus dem Landtag fliegen. Auch die FDP wäre aufgrund der derzeitigen Stimmungslage nicht mehr im Parlament vertreten.