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Düsseldorf – Wird der Fall der vor fast 30 Jahren verschwundenen Debbie Sassen endlich gelöst? Seit Jahren führten die Ermittlungen ins Nichts, jetzt hat die Polizei mehrere Objekte durchsucht. Ganz in der Nähe der Stelle, an der Debbie zuletzt lebend gesehen wurde.
Am Montag und Dienstag rückten Spezialkräfte der Polizei an, gruben Erdreich auf, suchten mit Bodenradar nach Hohlräumen. Es geht um mögliche neue Beweise. Ein Polizeisprecher sagt: „Mehrere Objekte in Düsseldorf wurden durchsucht – mögliche Beweismittel sichergestellt.“

Dieses Foto wurde von Debbie kurz vor ihrem Verschwinden aufgenommen
Foto: privat
Mordkommission hat neuen Verdächtigen
Wie BILD aus Polizeikreisen erfuhr, liegen die Objekte im Stadtteil Wersten, unweit der Grundschule, von der Debbie Sassen am 13. Februar 1996 nicht mehr nach Hause kam. Bodensuchgeräte kamen zum Einsatz. Sie spüren Hohlräume in der Erde oder in Wänden auf. Am Dienstagvormittag fingen die Ermittler dann sogar an zu graben, eine Sickergrube wurde genau untersucht. Doch auch jetzt haben sie Debbie nicht gefunden. Aber nach BILD-Informationen gibt es einen neuen Verdächtigen. Der Mann hatte 1996 Zugang zu den jetzt durchsuchten Objekten, wurde damals aber nicht mit der Vermissten in Verbindung gebracht. Aktuell soll er auch nicht mehr in Düsseldorf-Wersten leben.
Mehr zum ThemaFall seit 29 Jahren ungelöst
Seit fast drei Jahrzehnten ist der Fall ungelöst. Bis heute wurde weder ein Täter überführt, noch eine Leiche gefunden. Nach dem Schwimmunterricht war Debbie damals noch einmal zur Schule zurückgekehrt. Um 12 Uhr wurde das Mädchen zuletzt gesehen. Keine 1000 Meter von seinem Zuhause entfernt. Die Mutter meldete sie noch am selben Tag als vermisst.
Die Kriminalpolizei bittet trotz der neuen Ermittlungsansätze weiter um Hilfe. Wer Hinweise, wie unerheblich sie auch in der eigenen Wahrnehmung sein mögen, geben kann, wendet sich bitte an das Kriminalkommissariat 11 unter der Telefonnummer 0211-87 00. Der Polizeisprecher: „Die Auswertungen der Asservate und die weiteren Ermittlungen dauern an.“