Jan Olschowsky (24) zurück in Gladbach – Manuel Riemann verstärkt Torhüter-Team
von red / PM · Gestern, 19:06 Uhr · 0 Leser
– Foto: Markus Verwimp
Bei Alemannia Aachen hat sich die Torhüter-Hierarchie mitten in der Saison grundlegend verändert. Jan Olschowsky (24) verlässt die Kaiserstädter vorzeitig, die ursprünglich bis zum Saisonende geplante Leihe vom Bundesligisten Borussia Mönchengladbach wurde abgebrochen. Die Schwarz-Gelben reagierten umgehend und verpflichteten mit Manuel Riemann (37) einen äußerst erfahrenen Ersatz für die Rest-Rückrunde.
Erst im vergangenen Sommer hatten sich Aachen und Gladbach auf eine erneute Leihe Olschowskys verständigt. Nun zieht die Borussia den Keeper vorzeitig zurück. Hintergrund ist der bevorstehende Wechsel von Jonas Omlin zu Bayer Leverkusen. Olschowsky ist bei den Fohlen künftig als Nummer zwei eingeplant, während der 19-jährige Tiago Pereira Cardoso Spielpraxis in der Regionalliga sammeln soll. Bereits am Dienstag absolvierte Olschowsky den Medizincheck in Mönchengladbach.
Olschowsky als Nummer 2 nach Gladbach
In Aachen war der 24-Jährige über Monate hinweg eine feste Größe. In den vergangenen zwölf Monaten kam Olschowsky als Nummer eins in 38 Pflichtspielen zum Einsatz und blieb dabei achtmal ohne Gegentor. Auch in der laufenden Saison stand er 20-mal zwischen den Pfosten. Dass er am vergangenen Wochenende überraschend Neuzugang Fotis Pseftis den Vortritt lassen musste, erwies sich rückblickend als Vorbote des bevorstehenden Leihabbruchs.
In einer offiziellen Mitteilung bestätigte die Alemannia die Trennung. „Wir bedanken uns ausdrücklich bei Jan für seine Leistungen im Trikot der Alemannia. Wir hätten ihn gerne noch bis zum Saisonende bei uns gehabt, sind auf seinen Abgang jedoch vorbereitet und werden zeitnah eine Lösung präsentieren“, erklärte Rachid Azzouzi, Geschäftsführer Sport der Alemannia.
Auch Olschowsky verabschiedete sich mit warmen Worten vom Tivoli: „Ich hatte eine schöne Zeit hier in Aachen und werde das Team, die Fans und den Tivoli vermissen. Ganz besonders möchte ich mich bei meinem Torwarttrainer Ivica Ljubicic bedanken. Für die Rückrunde drücke ich der Alemannia fest die Daumen und bin überzeugt, dass der Klassenerhalt gelingt.“
Diese angekündigte Lösung ließ nicht lange auf sich warten. Bereits wenige Stunden später präsentierte die Alemannia mit Manuel Riemann einen hochkarätigen Nachfolger. Der 37-Jährige absolvierte am Dienstag erfolgreich den Medizincheck und wird die Alemannia in der Rückrunde verstärken.
Azzouzi: „Bringt Ruhe und Stabilität mit“
Riemann bringt die Erfahrung aus 464 Profispielen mit. Er absolvierte 117 Partien in der 3. Liga, 249 in der 2. Bundesliga und 98 in der Bundesliga, blieb dabei 145-mal ohne Gegentor. Den Großteil seiner Karriere verbrachte er beim VfL Bochum, für den er von 2015 bis 2025 spielte und 2021 den Aufstieg in die Bundesliga feierte. In der vergangenen Saison stand er zudem beim SC Paderborn unter Vertrag. Besonders bemerkenswert: In der Bundesliga parierte Riemann elf von 23 Strafstößen.
„Mit Manuel Riemann gewinnen wir einen sehr erfahrenen Torhüter für unser Torwartteam. Er kennt alle drei deutschen Profiligen aus eigener Erfahrung und bringt genau die Ruhe und Stabilität mit, die wir in der Rückrunde benötigen. Wir sind überzeugt, dass er unsere Mannschaft sowohl sportlich als auch mit seiner Persönlichkeit verstärken wird“, so Azzouzi.
Auch Riemann blickt seiner neuen Aufgabe mit Vorfreude entgegen: „Ich freue mich sehr darauf, ab sofort für die Alemannia aufzulaufen. Der Verein steht für Tradition und Leidenschaft. Ich kann es kaum erwarten, meine Mitspieler kennenzulernen und gemeinsam mit ihnen an einer erfolgreichen Rückrunde zu arbeiten.“
Offen bleibt nun, wie die Rollenverteilung im Tor aussieht. Ob Riemann direkt als neue Nummer eins eingeplant ist oder Fotis Pseftis weiterhin das Vertrauen erhält, ließ der Verein zunächst offen. Klar ist jedoch: Mit dem Wechsel von Olschowsky und der Verpflichtung Riemanns hat Alemannia Aachen auf einer Schlüsselposition schnell und mit großer Erfahrung reagiert.