Allerdings ist manch eine Wache bereits in die Jahre gekommen. Die Freiwillige Feuerwehr Nächstebreck konnte nun ihr neues Domizil an der Linderhauser Straße 70 – im ehemaligen Busdepot der Firma Rheingold-Reisen – beziehen. Die WZ hat sich vor Ort umgeschaut.

„Wir haben jetzt wahnsinnig viel Platz“, erzählt Löschzugführer Robin Werbeck. „Wir haben jetzt sieben Stellplätze, fünf für Großfahrzeuge, zwei für kleine“, fügt die stellvertretende Löschzugführerin, Hester Hanekamp, hinzu. Aber nicht nur die Fahrzeuge haben nun mehr Platz, sondern auch die über 80 Mitglieder in der Jugendfeuerwehr, der Altersabteilung und den Unterstützungsabteilungen. Vor allem die Jugendfeuerwehr profitiert vom Platzangebot.

„Die Jugendfeuerwehr hat jetzt bessere Möglichkeiten und haben jetzt Jungs- und Mädels-Umkleiden bekommen. Früher gab es eine gemischte Umkleide. Die Mädels haben sich auf der Toilette umgezogen“, berichtet Werbeck. Nun haben die Jugendlichen auch ihren eigenen Jugendraum, den sie gestalten können und als Freizeitraum nutzen.

Die rund 37 Meter lange Fahrzeughalle ist durch einen überdachten Gang mit dem Verwaltungsgebäude verbunden, wo sich die Umkleiden, Besprechungs-, Lager- und Aufenthaltsräume befinden. Durch sogenannte Alarmeingänge können die Aktiven auch praktisch vom Parkplatz direkt durch die Tür in die jeweiligen Umkleideräume gelangen, ohne den „langen“ Weg laufen zu müssen. Eine Verbesserung, die viel Zeit spart, denn die Freiwillige Feuerwehr Nächstebreck rückt häufig aus. „Wir haben schon relativ viele Einsätze, deswegen werden unsere Mitglieder auch ein bisschen beansprucht. Wir hatten im vergangenen Jahr 150 Einsätze. Und das ist schon eine ganze Menge für so eine Freiwillige Feuerwehr“, erklärt Hester Hanekamp. Das seien rund 30 Einsätze mehr als im Vorjahr gewesen.

Alte Wache entsprach nicht
mehr den Anforderungen

Die neuen Räumlichkeiten sind hell und modern gehalten. Eine neue Küche ziert nun einen der Aufenthaltsräume, es wurden neue Duschen eingebaut, es gibt ein barrierefreies WC, darüber hinaus auch eine Umkleide für divers. „Wir waren 53 Jahre in der alten Wache, das hinterlässt natürlich auch seine Spuren“, sagt Hanekamp. Das Platzangebot in der neuen Wache ist der größte Unterschied zur alten Wache. „Großzügig ist es auf jeden Fall, so viel Platz hat kein anderer Löschzug der Freiwilligen Feuerwehren,“ so Robin Werbeck.

Die Tore der Fahrzeughalle sind neu eingesetzt worden, auch eine Werkstatt hat nun Platz in der Halle gefunden. Nun können die Einsatzkräfte auch innerhalb der Halle in die Fahrzeuge einsteigen – zuvor sei es zu eng gewesen. „Da waren die Stellplätze viel zu klein. Also das ist schon eine große Veränderung“, erklärt Hanekamp.

Die offizielle Übergabe war bereits am 21. November vergangenen Jahres. Insgesamt zwei Monate hat es gedauert, um mit der Wache vom alten Standort zum neuen zu ziehen. Allerdings ging es ab dem Ratsbeschluss verhältnismäßig schnell, erklärt Christian Spoo, Sprecher der Berufsfeuerwehr. „Die Zeit vom Ratsbeschluss bis zur Umsetzung war weniger als ein Jahr, das ist sehr kurz für so ein Vorhaben“, sagt er.

Der Großteil des Umzugs ist vollbracht, die Mitglieder fühlen sich in der neuen Wache wohl. Allerdings sei eine Verschönerung des Außenbereichs noch in Planung, um mehr Aufenthaltsqualität zu ermöglich: „Das ist nicht nur für die Feuerwehrarbeit, sondern auch für die Kameradschaft“, erklärt Werbeck. Abgesehen davon soll auch der Hof, der aktuell von Schotter bedeckt ist, noch asphaltiert oder gepflastert werden.