Der Start in die Rückrunde ist für Eintracht Braunschweig misslungen. Zu Hause gegen den 1. FC Magdeburg (0:3) mussten sich die Löwen komplett chancenlos geschlagen geben. Gegen den Tabellenletzten aus Fürth sollte diese Leistung in Vergessenheit geraten – doch dazu kam es nicht.

Der zentrale Kritikpunkt, den sich das Team von Heiner Backhaus gefallen lassen muss: die Chancenverwertung. 19 Torschüsse, trotzdem tritt Eintracht Braunschweig nur mit einem Punkt im Gepäck die Heimreise an. Auch Backhaus weiß: „Wir haben ganz klar heute zwei Punkte verloren.“

Eintracht Braunschweig kann Überzahl nicht nutzen

Gerade, da man 87 Minuten in Überzahl auf dem Platz stand, ist das 0:0 bei der schwächsten Abwehr der Liga (46 Gegentore) viel zu wenig für den BTSV. Laut Heiner Backhaus hätte sein Team „schon in der ersten Hälfte in Führung gehen müssen“. Der Winterabgang von Christian Conteh macht sich schmerzlich bemerkbar. Bereits am 12. Januar verkündete Eintracht Braunschweig den Wechsel Contehs in die Bundesliga zum 1. FC Heidenheim.

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Acht Scorerpunkte steuerte der 26-Jährige in der Hinrunde noch bei, wodurch die Löwen enge Spiele gewinnen konnten. Beispielsweise im Hinspiel gegen Greuther Fürth (3:2), in Düsseldorf (2:1) oder bei Contehs Ex-Klub in Dresden (2:3). Dass der Transfer den BTSV jetzt hart trifft, kommt nicht überraschend.

„Sportlich tut uns der Abgang von Chris definitiv weh – darüber kann es keine zwei Meinungen geben“, betonte Benjamin Kessel bereits in der offiziellen Vereinsmitteilung zu Contehs Transfer. Warum also ließ man den Offensiv-Allrounder ziehen?

Gute Gründe für Contehs Abgang

Der Vertrag des 26-Jährigen wäre im Sommer ausgelaufen. Zudem betonte Christian Conteh gegenüber der Klubführung das Interesse an einem Wechsel nach Heidenheim. Die Ablösesumme von 1,5 Millionen Euro mitzunehmen, dürfte die richtige Entscheidung des Sport-Geschäftsführers gewesen sein – wenn auch eine mit schweren Folgen.

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Denn Christian Contehs vielseitige Qualitäten im Angriffsspiel fehlen Eintracht Braunschweig in der Rückrunde bislang. Die Leihe von Faride Alidou zeigte in den ersten Spielen noch nicht die erwünschte Wirkung. Allerdings kam die offensive Verstärkung auch erst am 12. Januar zu den Löwen. Eingewöhnungszeit? Fehlanzeige. Und so kann die BTSV-Offensive den Conteh-Abgang noch nicht auffangen – und lässt dadurch wichtige Punkte gegen den Abstieg liegen.