Mannheim. (cab) Die Bildungsgewerkschaft GEW ruft für Donnerstag, 29. Januar, zu einem bundesweiten Streik auf. Mannheim ist einer der zentralen Kundgebungsorte. Die GEW erwartet laut einer Mitteilung, dass an diesem Tag alleine in Baden-Württemberg mehrere Tausend Unterrichtsstunden ausfallen.
Die Mannheimer Versammlung beginnt um 12.45 Uhr mit einer Auftaktkundgebung im Ehrenhof vor dem Schloss. Gegen 13.10 Uhr wollen die Demonstranten vor den Wasserturm am Plankenkopf ziehen. Dort werden unter anderem die GEW-Landesvorsitzende Monika-Stein, das Bundesvorstandsmitglied der Gewerkschaft, Andreas Keller, die Vize-Landeschefin von Verdi, Hanna Binder, und Sebastian Koch, Vorsitzender des Landeselternbeirats, sprechen. Dabei geht es um das Einkommen der Lehrkräfte.
„Haben mehr verdient“
„Während in vielen Klassenzimmern an den 4500 Schulen in Baden-Württemberg weiter Lehrkräfte fehlen, wollen die Arbeitgeber Lehrkräfte billig abspeisen und haben in den Verhandlungen maximal einen Inflationsausgleich angedeutet. Pädagogische Profis im Schuldienst und an den Hochschulen haben mehr verdient“, sagte Monika Stein im Vorfeld des Streiktags. Dessen Anlass ist die dritte Verhandlungsrunde mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) vom 11. bis 13. Februar. Verhandelt wird für 2,6 Millionen Länder-Beschäftigte, von denen etwa die Hälfte im Bildungsbereich an Schulen, Hochschulen und Kitas arbeiten.
Darunter sind 245.000 angestellte und 684.000 verbeamtete Lehrkräfte. Nach der Tarifrunde erwartet die GEW eine Übertragung des Tarifergebnisses auf Beamte des Landes und der Kommunen. Der Abschluss wirkt sich auch auf Lehrer an Privatschulen aus, an denen der Tarifvertrag der Länder angewendet wird.