Aktuelle Fallzahlen

Grippewelle in Düsseldorf: Ist der Scheitelpunkt erreicht?

28.01.2026 – 06:00 UhrLesedauer: 2 Min.

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Kind mit Grippe (Symbolbild): Eine Influenza kann mit schweren Symptomen einhergehen. (Quelle: IMAGO/MANUEL GEISSER/imago)

Die Grippe-Fallzahlen sind weiterhin hoch. Erkenntnisse aus den Vorjahren zeigen jedoch: Es könnte bald vorbei sein.

Die Grippewelle 2025/26 breitet sich weiter aus: In der Kalenderwoche (KW) 4 (20. bis 26. Januar) wurden im Regierungsbezirk Düsseldorf erneut erhebliche Fallzahlen von Influenza-Erkrankungen gemeldet. 888 Menschen erkrankten laut Landesamt für Gesundheit und Arbeitsschutz (LfGA) in der vergangenen Woche an Influenza A.

Und das könnten nicht alle Fälle sein: Wie das LfGA auf Anfrage von t-online mitteilt, könnte es aufgrund des aktuell hohen Fallaufkommens in einigen Gesundheitsämtern zu
verlängerten Bearbeitungszeiten kommen. Daher könnten die Fallzahlen aus der KW 4 nachträglich steigen. Zum Vergleich: In der KW 3 wurden 1.089 Fälle gemeldet.

Wann der Scheitelpunkt der aktuellen Grippewelle erreicht ist, könne nicht vorhergesagt werden, so das Landesamt. Allerdings gebe es einige Indikatoren: In den vergangenen Jahren sei der Höhepunkt oft in der fünften Kalenderwoche erreicht gewesen, in anderen Jahren etwa in KW 8 bis 10.

In den meisten Jahren gibt es laut LfGA nur eine Influenza-Welle. Zu einer zweiten, späteren Welle komme es nur dann, wenn Influenza B-Viren einen relevanten Anteil der Influenza-Fälle ausmachen. Oft überschneide sich diese zweite Welle jedoch zeitlich mit der regulären Influenza-A-Welle, sodass die beiden Wellen ineinander übergehen. Mit Datenstand vom 26. Januar gebe es in NRW jedoch nur wenige Fälle mit Influenza B und somit aktuell keine Hinweise auf einen erneuten Fallzahlanstieg im Februar/März.

Für Menschen ab 60 Jahren gibt es Experten zufolge bei der Grippeerkrankung ein erhöhtes Gesundheitsrisiko. Daher werde dieser Gruppe eine jährliche Grippeimpfung empfohlen. Auch Kinder unter drei Jahren erkrankten häufig an Grippe, da ihr Immunsystem noch nicht ganz ausgereift sei.

Influenza wird überwiegend über Tröpfchen übertragen, die beim Husten oder Niesen entstehen. Von einer Ansteckung bis zum Ausbruch der Krankheit vergehen laut Robert Koch-Institut durchschnittlich ein bis zwei Tage. Typisch für eine Influenza ist das plötzliche Erkranken sowie Fieber, Husten, Halsschmerzen und Kopfschmerzen.