Einst wurden hier Studenten des Maschinenbaus unterrichtet, heute ist das ehemalige Lehrgebäude der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) in Blankenburg ein verfallenes Bauwerk, umrankt von wildwuchernden Pflanzen, so dass es von der Straße des Blankenburger Pflasterwegs kaum noch zu erkennen ist.

In unmittelbarer Nachbarschaft erstreckt sich das Planungsgebiet des „Blankenburger Süden“. Ein riesiges Neubauprojekt, bei dem ein ganzes Stadtquartier mit 8000 Wohnungen aus dem sandigen Boden am Rande der Rieselfelder in Berlins Nordosten gestampft werden soll.

Das ehemalige Schulgebäude und die Labore könnten bei den Planungen eine Rolle spielen. Doch noch bröckelt der Putz und das alte DDR-Gebäude verfällt mitsamt seinen Seminarräumen, in denen Generationen von Studenten ihre Fachrichtung erlernten, zu einer Zombie-Landschaft. Alle Infos zu dem Lost Place.

Lost Places

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Das sind die Fakten zum HTW-Lehrgebäude in Blankenburg im Überblick:

  • Adresse: Blankenburger Pflasterweg 102, 13129 Berlin-Blankenburg
  • Geschichte: Der Gebäudekomplex war eine Außenstelle der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (HTW), in dem unter anderem Studiengänge für den Maschinenbau unterrichtet wurden; 2009 wurde der Komplex am Blankenburger Pflasterweg im Zuge des Umzugs auf den Campus Wilhelminenhof in Oberschöneweide stillgelegt; seitdem Leerstand und Verfall
  • Führungen: Keine
  • Status: Lost Place

Wo liegt das ehemalige HTW-Lehrgebäude genau?

Das marode Hochschulgebäude liegt am Blankenburger Pflasterweg 102 im Ortsteil Blankenburg des Bezirks Pankow. Die Google-Koordinaten (Open-Location-Code) für das Objekt lauten: HFQ4+M96 Berlin. Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ist der Ort am besten mit der Buslinie 154 erreichbar (Haltestelle Blankenburger Plasterweg), der vom S-Bahnhof Blankenburg (S2, S8 und Regionalbahnen) fährt. Achtung: Es handelt sich um Privatgelände, das mit Kameras und Alarmanlagen gesichert ist. Das Betreten ist Unbefugten nicht erlaubt. Auch interessant: Lost Places: Diese Strafen drohen bei Hausfriedensbruch

Das sind die wichtigsten Etappen zur Geschichte des ehemaligen HTW-Lehrgebäudes:

Ausgangslage: Die Errichtung einer „Bauernuniversität“ in Blankenburg

Der ehemalige Hochschulstandort am Blankenburger Pflasterweg ist ein Ort, den der Berliner getrost als „jwd“ bezeichnen kann: „Janz weit draußen“ nicht nur räumlich, sondern auch in seiner Beschaulichkeit weit entfernt vom hektischen Treiben der Berliner Innenstadt. Das ländliche Blankenburg im Norden Berlins war einst geprägt von Landgütern, Bauernhöfen und weitläufigen Rieselfeldern; heute liegen Golfressorts, Kleingärtenanlagen und Wiesen mit alten Obstbäumen in der Nachbarschaft – doch das Bild könnte sich bald radikal ändern. Stichwort: „Blankenburger Süden“.

„Blankenburger Süden“: Die ehemaligen Rieselfelder am Blankenburger Pflasterweg in Pankow sollen Platz für ein Neubauquartier bieten.

„Blankenburger Süden“: Die ehemaligen Rieselfelder am Blankenburger Pflasterweg in Pankow sollen Platz für ein Neubauquartier bieten.
© Unbekannt | Thomas Schubert

Während der DDR-Zeiten waren die bis dahin als LPG-Ackerflächen genutzten Felder am Blankenburger Pflasterweg in den 1960er- und 1970er-Jahren zum Teil umgewidmet und bebaut worden. Auf der Südwestseite, an der Einmündung zur Heinersdorfer Straße, entstand in den 1970er-Jahren ein Kasernenkomplex der Volkspolizei, der während der friedlichen Revolution 1989 eine unrühmliche Rolle spielte.

Nördlich der Straße lag ein Campus der Ingenieur-Hochschule Berlin-Wartenberg. Auf dem Areal am Kindelfließ hatte die Hochschule Ende der 1960er-Jahre ein landwirtschaftliches Institut eingerichtet – das von Studenten und Anwohnern „Bauernuniversität“ genannt wurde. Zu diesem gehörten auch die später errichteten Studentenwohnheime am Pflasterweg. Nach der Wiedervereinigung wurden die Lehrgebäude von der FHTW übernommen.

Ehemalige HTW-Lehrgebäude: So war die DDR-Hochschule aufgebaut

Die Ingenieurhochschule für Landwirtschaft in Blankenburg wurden im September 1969 eingeweiht. In einer Festschrift anlässlich des 35-jährigen Bestehens der DDR hieß es 1984, dass an dem Institut jährlich 225 Direkt- und 40 Fernstudenten ihre Ausbildung erhielten. Gelehrt worden sei die Grundstudienrichtung „Mechanisierung der Landwirtschaft“ und damit eine einhundert Jahre alte Berliner Tradition fortgeführt, so die Jubiläumsschrift: Facharbeiter mit Abitur würden in einem vierjährigen Direktstudium das Ingenieursdiplom erhalten, wobei die Hochschule eng mit Landtechnikkombinaten und -betrieben, landwirtschaftlichen Genossenschaften (LPGs) und volkseigenen Genossenschaften (VEGs) sowie mit der Landmaschinenindustrie und wissenschaftlichen Einrichtungen zusammenarbeite.

Als der Campus der Ingenieurhochschule in Blankenburg 1969 eröffnet wurde, fanden die Dozenten und Studenten nicht nur ein viergeschossiges Hauptgebäude vor, sondern auch eine Mensa und mehrere als Stahlbetonhallen errichtete Labore, Werkstätten und Forschungshallen. Der Campus nahm eine rund 7,7 Hektar große Fläche entlang des Blankenburger Pflasterwegs ein. Hinter der Parkeinfahrt am Blankenburger Pflasterweg 102 – auf der Höhe der Koordinaten: HFQ4+C4H Berlin – führte ein Weg linker Hand zum Institutsgebäude, in dem auch die Hochschulverwaltung untergebracht war, sowie dem eingeschossigen Mensagebäude mit angeschlossener Küche. Auf der rechten Seite hinter der Pforte lagen zwei eingeschossige Forschungs- und Lehrhallen, in denen auch Labore und Hörsäle untergebracht waren und die über einen ebenerdigen Verbindungstrakt mit dem Hauptgebäude verbunden waren.

Ehemalige HTW-Lehrgebäude: Erweiterung des Campus in den 1970er-Jahren

Im südlichen Teil des Campus befand sich das Lehrgebäude V, eine eingeschossige Stahlbetonbauhalle, in der Werkstätten und Labore untergebracht waren, sowie südlich davon ein kleines Gebäude, bei dem es sich um eine Gasreglerstation handelte. Daneben lag ein längliches Heizhaus, in dem auch Labore der Umweltanalytik beheimatet waren, sowie ein weiterer länglicher Stahlbetonbau mit Laboren, einem Prüfstand und Garagen. Am südlichsten Teil des Campus, unmittelbar zur Straße hin, lag eine eingeschossige Verwaltungsbaracke, dahinter das Handwerkergebäude mit weiteren Laboren sowie eine kleine Baracke von 45 Quadratmetern Grundfläche, deren Funktion heute nicht mehr bekannt ist und Rätsel aufgibt.

Alle Gebäude der ursprünglichen Bebauung sind heute noch vorhanden – wenn auch viele davon in einem ruinösen Erhaltungszustand. Im Laufe der Jahre erhielt der Campus aber noch eine Reihe von Ergänzungsbauten: Noch zu DDR-Zeiten wurde hinter den Forschungshallen im nördlichen Teil des Campus ein weitere zweigeschossige Forschungshalle samt großen Hörsaal mit 400 Sitzplätzen errichtet. Hinter dem Lehrgebäude V wurde eine weitere eingeschossige Lehr- und Forschungshalle gebaut und auf dem südlichen Teil des Campus hinter der Verwaltungsbaracke eine große Stahlbetonhalle, die als Kühl- und Gemüsehalle genutzt wurde. In den 1970er-Jahren erhielt der Hochschulstandort außerdem eine große Sporthalle auf dem südöstlichen Teil des Campus.

Ehemalige HTW-Lehrgebäude: Neugegründete FHTW übernahm den Standort nach der Wende

Zwanzig Jahre lang diente die „Bauernuniversität“ der Ingenieur-Hochschule in Blankenburg der Ausbildung von Landwirtschaftsstudenten und angeschlossener Fachrichtungen in der DDR. Mit der Wiedervereinigung ging die Hochschule im Oktober 1991 in die neugegründete Fachhochschule für Technik und Wirtschaft (FHTW) auf. In der Gründungsphase der FHTW Berlin übernahm die Fachhochschule die Gebäude und Liegenschaften der früheren Ingenieurhochschule Berlin in Lichtenberg und Blankenburg. Der Campus in Blankenburg diente künftig als einer der fünf Standorte der Fachhochschule, bis diese als Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin 2009 ihren neuen Campus Wilhelminenhof in Oberschöneweide beziehen konnte.

Mit der Übernahme der DDR-„Bauernuniversität“ durch die FHTW Berlin gingen Anfang der 90er-Jahre größere Umbaumaßnahmen am Blankenburger Pflasterweg einher. Das 60er-Jahre Verwaltungsgebäude – ein Stahlskelettbau vom Typ SK-Berlin 68 – wurde genauso wie die meisten der weiteren Bestandsbauten zwischen 1994 und 1998 in Teilen saniert und umgebaut: Die Fassaden erhielten eine neue Dämmung, Fenster und Türen wurden ausgetauscht und die Innenräume der Gebäude je nach Bedarf komplett neu zugeschnitten. In diesem Zusammenhang wurde auch eine Asbestsanierung vorgenommen – leider unvollständig: Die hochgiftige Faser verblieb unter anderem in Bauteilfugen und Dichtbändern und den Asbestzementplatten der Mensabaracke.

Ehemalige HTW-Lehrgebäude: Forschung und Lehre seit den 90er-Jahren

In den 1990er-Jahren wurden auch die letzten Neubauten auf dem Campus errichtet: 1993 zwei an ihrer Außenfassade verbundene, zweigeschossige H-förmige Gebäude nördlich der Mensabaracke, die als mobile Unterrichtsräume (MUR) eine Schulnutzung erfuhren, und 1998 ein 1740 Quadratmeter großer Laborneubau der FHTW östlich des Verwaltungs- und Hauptgebäudes. An dem FHTW-Standort in Blankenburg waren neben einer kleineren Dependance der Ingenieurwissenschaften I, Elektrotechnik, die Fachbereiche 2, Ingenieurwissenschaften II mit den Studiengängen regenerative Energiesysteme, Umweltinformatik, Fahrzeugtechnik und Umweltverfahrenstechnik und Bauingenieurwesen, sowie der Fachbereich 5, Gestaltung, mit den Schwerpunkten Museumskunde, Restaurierung und Grabungstechnik ansässig.

In den Umwelt-Laboren wurde unter anderem an Kunststoff-Recycling geforscht und steuerbare Druckzerstäuber-Filter entwickelt, während die Studenten der Fahrzeugtechnik in den Garagen die Schallabstrahlung von Motorgehäusen prüften und die Ladungssicherung und Beanspruchung von Ventilen in Großmotoren untersuchten. Von der räumlichen Nähe der gemeinsam angesiedelten Fachbereiche, Laboren und Werkstätten profitierte der Campus in vielfältiger Weise. So konnten die Studenten der Restaurierung und Grabungstechnik etwa neben Ausgrabungsprojekten in Brandenburg und Syrien auch in den Garagen auf dem Gelände an Oldtimern arbeiten und das erworbene Wissen um die Restaurierung technischen Kulturguts in Projekte für Museen anwenden: beispielsweise bei der Erarbeitung von Restaurierungsmethoden von Ausstellungsstücken für das Audi-Museum Ingolstadt.

Ehemalige HTW-Lehrgebäude: 2009 wurde der Campus Blankenburg stillgelegt
2009/2010 wurde der Campus Wilhelminenhof der HTW Berlin an der Wilhelminenhofstraße in Oberschöneweide bezogen.

2009/2010 wurde der Campus Wilhelminenhof der HTW Berlin an der Wilhelminenhofstraße in Oberschöneweide bezogen.
© HTW Berlin | Alexander Rentsch

Am Campus Blankenburg wurden seit den 1990er-Jahren Zehntausende Studenten in ihren jeweiligen Disziplinen ausgebildet, absolvierten Prüfungen, besuchten Lehrveranstaltungen, forschten im Klimatechnik-Labor, der Restaurierungshalle, im Chemielabor und den Werkstatträumen, trafen sich zu Grillabenden und wurden als Absolventen feierlich verabschiedet. Doch die Situation der Fachhochschule, deren Standorte über ganz (Ost-)Berlin verteilt lagen – von Karlshorst bis Blankenburg, von Lichtenberg bis zur Warschauer Brücke – blieb ein Provisorium. Nach der Wiedervereinigung war die FHTW die größte Fachhochschule Berlins und der neuen Länder. Von Anfang an war die Konzentration auf einen Standort das Wunschziel der Hochschulleitung, doch das blieb jahrelang utopisch. Der Ausbau von Adlershof zu einem Wissenschafts- und Technologiepark hatte in Berlin Vorrang.

Erst Mitte der 2000er-Jahre eröffnete sich für die Fachhochschule die Chance in Oberschöneweide einen großen Wissenschaftscampus anzulegen. In vierjähriger Bauzeit wurde der Campus Wilhelminenhof für anfangs 6000 Studenten und 200 Professoren gebaut. 2009 wurde aus der FHTW die Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (HTW), die seitdem nur noch zwei Standorte unterhält: den Campus Treskowallee in Karlshorst und den Campus Wilhelminenhof in Oberschöneweide. Die übrigen Liegenschaften wurden aufgegeben, so auch 2009 der Campus in Blankenfelde.

Ehemalige HTW-Lehrgebäude: Leerstehende Labore und Forschungshallen verfielen

Mit dem Umzug der Studenten und Dozenten nach Oberschöneweide gingen am Standort Blankenburg die Lichter aus. In den Hörsälen, in denen Generationen von Studenten Lehrstoff vermittelt bekamen, legten sich Lagen von Staub auf Tafeln und Sitzbänke. Die Werkstätten und Labore, in denen einst gearbeitet und geforscht wurden, lagen geisterhaft verlassen hinter immer dichterem Gestrüpp, das den Blick auf die zunehmen mit Graffiti überzogenen Gemäuer der einstigen Forschungs- und Lehreinrichtung versperrte. Einzig der hochaufragende viergeschossige Plattenbau, der ehedem Seminarräume und Teile der Verwaltung beherbergte, das verrostete Gitter der früheren Zufahrt und die teilweise nachgenutzten Hallen im südlichen Bereich des Areals, blieben vom Straßengrund aus sichtbar.

Eigentümer des früheren FHTW-Campus ist das Land Berlin, dass das Gelände vom Liegenschaftsfond Berlin (LFB) und nachfolgend von der Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM) bewirtschaften ließ. Teile der Hallen und Nebengebäude konnten seit 2009 als Kältehallen und -werkstätten an Unternehmen vermietet werden. Zwischennutzer von vier Stahlträgerhallen südlich des Hauptgebäudes sind unter anderem Gühring-Machinenbau, der Werkzeughersteller G-Elit und der Trockeneishersteller 03D-Trockeneis. Abgesehen von dem Gewerbepark im südlichen Bereich des Areals – hier haben die Unternehmen Gebäudeteile nach eigenen Ansprüchen teilsaniert – stehen die Bauten des ehemaligen Fachhochschulstandorts, an dem einst Restaurierungstechniken gelehrt wurden, seit 2009 leer und verfallen.

Ehemalige HTW-Lehrgebäude: Bausubstanz des Lost Place litt durch Vandalismus  

Der Zustand der Gebäude – das HTW-Hauptgebäude, einige der Forschungshallen, die Mensa und die Ex-Schule im nördlichen Teil des Campus – ist nach Jahren des Leerstands desaströs: Vandalismus und Verfall haben ihre sichtbaren Spuren hinterlassen: Fenster wurden eingeschlagen, Inneneinrichtung zerstört, die Fassaden mit Graffiti überzogen. An den Außenwänden rankten Kletterpflanzen die Plattenbauten empor, während Treppen, Wege und Zäune auf dem Gelände unter Blätterwerk verschwanden.

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Nach dem Ausfall der Heizung platzten im Winter die Rohre und hinterließen ein Bild der Zerstörung; Metallsammler rissen Kupferkabel aus den Wänden und durch undichte Dächer drang Nässe in das Mauerwerk, verursachte Risse und Schimmelbefall. Am Boden der leerstehenden Gebäude häufte sich Schutt und Dreck an und durch die Metallträger fraß sich der Rost. Die Schäden sind teilweise derart stark ausgeprägt, dass die Tragfähigkeit einzelner Hallen auf dem Areal als unsicher gilt.

Ehemalige HTW-Lehrgebäude: Planungen für einen Schulneubau wurden verworfen

2018 wurde im Rahmen der Planung für das Neubauquartier „Blankenburger Süden“ eine orientierende Gebäudeuntersuchung auf dem ehemaligen FHTW-Areal durchgeführt. Die Untersuchung sollte eine Einschätzung des baulichen Zustandes der Gebäude liefern und mögliche Konzepte für deren Nachnutzung. Gleichzeitig wurde die Möglichkeit geprüft, ob auf der Fläche einer der für das Neubauquartier erforderlichen Schulneubauten realisiert werden könne – entweder durch Umbau- und Sanierungsmaßnahmen oder auch durch den Abriss bestehender Gebäude.

Das Ergebnis fiel ernüchternd aus: Insbesondere hinsichtlich des erheblichen Sanierungsbedarfs der Bestandsgebäude, der Gebäudetechnik, die eine Grunderneuerung hätte erfahren müssen und durch die mögliche Belastung durch Schadstoffe erschien ein Umbau nach Kriterien heutiger Raumansprüche für eine Schule unwirtschaftlich. In Abstimmung mit dem Schulamt und der Senatsverwaltung wurde stattdessen ein landeseigenes Grundstück an der Heinersdorfer Straße für den geplanten Schulneubau vorgesehen.

Ehemalige HTW-Lehrgebäude: Und wie sieht die Zukunft aus?
Großstadt gegen Idyll: Erstmals zeigen die Planer Simulationen für das Quartier Blankenburger Süden in Pankow für bis zu 12.000 Bewohner.

Großstadt gegen Idyll: Erstmals zeigen die Planer Simulationen für das Quartier Blankenburger Süden in Pankow für bis zu 12.000 Bewohner.
© Unbekannt | Thomas Schubert

Seit der Untersuchung 2018 hat sich am Blankenburger Pflasterweg kaum etwas verändert: Nach wie vor werden einige wenige der Hallen gewerblich genutzt, während der übrige Gebäudekomplex als Lost Place weiter verfällt. Das geschwungene Zufahrtstor am Blankenburger Pflasterweg 102 stammt noch aus DDR-Zeiten: Ehemalige Studenten dürften das Gelände dahinter aber kaum wiedererkennen. Es erinnert ein wenig an eine postapokalyptische Landschaft aus Rost, Stahl und Natur, in der die menschleeren Ruinen des einstigen Bildungsortes die Kulisse bilden. Im Zuge der Planungen für das Neubauquartier am Blankenburger Pflasterweg könnte das Areal noch eine Rolle spielen, nur wird wohl kein Schulgebäude die einstige Lehranstalt ersetzen.