EU-Innenkommissar Magnus Brunner hat zum heutigen Internationalen Holocaust-Gedenktag betont: „Die jüdische Kultur ist untrennbar mit der europäischen Geschichte verwoben. Wir müssen sie heute und auch in Zukunft schützen und fördern. Das Gedenken an den Holocaust bewahrt die historische Wahrheit und stellt sicher, dass wir sie niemals vergessen. Wir erinnern uns – gemeinsam.’’ Anlässlich des Gedenktages hat die Europäische Kommission die Ergebnisse einer Eurobarometer-Umfrage zur Wahrnehmung von Antisemitismus veröffentlicht. Die Ergebnisse zeigen, dass eine wachsende Mehrheit der EU-Bürgerinnen und Bürger Antisemitismus als ein Problem in ihrem Mitgliedstaat betrachtet: 55 % im Jahr 2025, verglichen mit 50 % im Jahr 2018. In Österreich ist der Prozentsatz sogar um 10 Prozentpunkte auf 57 % gestiegen. Das unterstreicht einmal mehr die Bedeutung der EU-Strategie zur Bekämpfung von Antisemitismus und zur Förderung jüdischen Lebens, die im Oktober 2021 verabschiedet wurde. Sie umfasst 90 Maßnahmen zur Prävention aller Formen von Antisemitismus, zur Sicherung und Förderung jüdischen Lebens in Europa sowie zur Stärkung der Holocaust-Erinnerung. Die Umsetzung aller Maßnahmen ist im Gange. Zuletzt wurde das Europäische Netzwerk der Holocaust-Gedenkstätten ins Leben gerufen, um Synergien zwischen mehr als 44.000 Gedenkorten in Europa zu schaffen. Dieses Netzwerk wird 2026 mit insgesamt 18 Millionen Euro gefördert. Am 20. Jänner stellte die Kommission zudem die neue EU-Antirassismus-Strategie 2026–2030 vor, die alle Formen von Rassismus, einschließlich Antisemitismus, bekämpfen soll.

Pressemitteilung in der Meldungsübersicht

Eurobarometer mit Factsheet zu Österreich

EU-Strategie zur Bekämpfung von Antisemitismus