Ole Werner hat am Dienstagabend einen Satz gesagt, der erbaulich gemeint war, aber nicht überall so aufgefasst werden dürfte. Sein Team, erklärte Werner, sei in „vielen Punkten weiter als vor einem halben Jahr“. Möglich, dass Fußballfans aus Bremen beim Hören dieser Zwischenbilanz aufgeschreckt worden sind. Macht der Gewohnheit. Denn sein Team, das war dreieinhalb Jahre lang der SV Werder gewesen, und auch der Kerninhalt des Satzes dürfte ihnen bestens vertraut vorkommen: Unter dem Trainer Werner waren die Bremer quasi im Halbjahresrhythmus besser geworden. Erstligaaufstieg, Stabilisierung im Oberhaus, dann zweimal knapp am Europapokal vorbeigeschrammt. Alles ging seinen Gang. Und nahezu alle waren zufrieden.