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Jetzt zählt nur noch dieser eine Abend!

Die deutsche Handball-Nationalmannschaft hat den ersten Matchball Richtung Halbfinale bei der EM gegen Dänemark (26:31) vergeben. Doch ausgerechnet diese Niederlage macht Hoffnung. Am heutigen Mittwoch (18 Uhr, ZDF und Dyn live) wartet Titelverteidiger Frankreich – das entscheidende Duell um den Einzug ins Halbfinale. Ein Punkt reicht. Bei einer Niederlage bleibt nur noch das Spiel um Platz fünf am Freitag.

Erste Halbzeit gegen Dänemark macht Mut

Der wichtigste Mutmacher: die starken ersten 30 Minuten gegen Dänemark. Deutschland brachte den Top-Favoriten ins Wanken, zwang ihn zu Fehlern und setzte ihn unter Druck. Dieses DHB-Team ist deutlich weiter als noch bei der WM 2025 (30:40) oder im olympischen Finale 2024 (26:39). Deutschland kann auf absolutem Weltklasse-Niveau mithalten.

Dass das Spiel nach der Pause kippte, lag an klar benennbaren Faktoren: Zeitstrafen, Fehlwürfe, kleine Unsauberkeiten. Genau darin liegt die Hoffnung – denn diese Schwächen sind erkannt. Werden sie abgestellt, ist Deutschland gegen Frankreich auf Augenhöhe.

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Ein entscheidender Vorteil steht im Tor. Andreas Wolff (34) ist mit 34,5 Prozent gehaltener Bälle der effizienteste Stammkeeper der EM. Auch David Späth (23) lieferte starke Auftritte. Frankreichs Torhüter liegen statistisch deutlich darunter. Ein heiß gelaufener Wolff kann ein Spiel kippen – das wissen alle.

Hinzu kommen weitere deutsche EM-Bestwerte: Lukas Zerbe (30) ist mit 31,5 km/h der schnellste Spieler des Turniers, Miro Schluroff (25) stellte mit 134,5 km/h den härtesten Wurf. Tempo, Wucht, Tiefe – Deutschland hat alles.

Abwehr als Schlüssel

Bundestrainer Alfred Gíslason (66) setzt erneut auf eine kompakte Defensive. Wenn Golla, Köster & Co. Würfe blocken und den französischen Rückraum früh stören, wird es auch für Stars wie Dika Mem oder Elohim Prandi extrem unangenehm.

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Quelle: DYN28.01.2026

Erinnerung an Lille gibt Extra-Schub

Elf Spieler im Kader standen bereits beim legendären Olympia-Viertelfinale 2024 gegen Frankreich auf dem Feld. Damals drehte Deutschland ein fast verlorenes Spiel und gewann 35:34 nach Verlängerung. Renars Uscins wurde mit 14 Toren zum Helden, Späth entschärfte den letzten Wurf. Diese Erfahrung lebt – und gibt Selbstvertrauen.

Ein Unentschieden reicht. Der zweite Matchball ist da. Jetzt braucht es Mut, Mentalität – und 60 Minuten am Limit.