Von Einschränkungen ist der gesamte Streckenabschnitt zwischen Hamburg und Hannover betroffen. Auf dem Abschnitt zwischen Lüneburg und Hamburg können jedoch weiterhin Züge fahren. Zwischen Lüneburg und Hannover fahren laut Metronom im Zeitraum vom 1. Mai bis zum 10. Juli 2026 aber gar keine Züge. Bis Langenhagen Mitte (Region Hannover) soll ein Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet werden. Ab Langenhagen Mitte sollen Bahnreisende den lokalen ÖPNV nutzen. Weil viele Züge über die Strecke zwischen Hamburg und Bremen umgeleitet werden, kommt es auch hier zu Fahrplanänderungen.

Auf dem Abschnitt von Lüneburg, Uelzen, Celle bis Langenhagen Mitte wird ein Ersatzverkehr mit Bussen organisiert. Der Fahrplan ist bereits online abrufbar. Dadurch verlängert sich laut Metronom die Fahrzeit:

  • Lüneburg nach Hannover: Fahrzeit nun ca. 2:42 Stunden, statt ca. 1:40 Stunden (+1:02)
  • Celle nach Lüneburg: Fahrzeit nun ca. 1:48 Stunden, statt 1:15 Stunden (+0:33)
  • Celle nach Hamburg: Fahrzeit ca. 2:47 Stunden, statt 1:57 Stunden (+0:50)

Zwischen Langenhagen Mitte und Hannover sollen Reisende den lokalen ÖPNV nutzen. Weil es zu wenig Kapazität gibt, können den Angaben zufolge im Ersatzverkehr keine Fahrräder mitgenommen werden.

Auf dem Abschnitt zwischen Lüneburg und Hamburg können auch während der Baumaßnahmen Züge fahren, jedoch zu geänderten Abfahrtszeiten. Der RE3 soll nach Angaben von Metronom im Stundentakt verkehren. Die Züge des RE3 halten zusätzlich in Bardowick und Radbruch (Landkreis Lüneburg), Winsen (Luhe) und Hamburg-Harburg. Ebenfalls stündlich soll auch die Linie RB31 fahren. Die Regionalbahn fährt laut der Eisenbahngesellschaft allerdings nur noch zwischen Winsen und Hamburg und hält an allen Bahnhöfen auf der Strecke. Die Halte in Radbruch, Bardowick und Lüneburg entfallen. Im Berufsverkehr sollen morgens und am Nachmittag auf der Strecke Lüneburg-Hamburg je Richtung zusätzliche Züge eingesetzt werden.

Wegen der Streckensperrung entfallen die ICE-Halte Lüneburg, Uelzen und Celle. Die Fernverkehrszüge werden umgeleitet. Die Bahn hat eigenen Angaben zufolge die Pläne in der Fahrplanauskunft bereits aktualisiert.

Auf der Achse Kassel-Hannover-Hamburg soll es etwa jede halbe Stunde eine Fernverkehrsverbindung geben. Weil die Züge umgeleitet werden, verlängere sich die Fahrzeit voraussichtlich um 45 Minuten. Die ICE-Sprinter Hamburg-Frankfurt sollen erst ab Hannover fahren.

Zwischen Köln-Bremen-Hamburg will die Bahn stündlich eine Direktverbindung anbieten. Die Fahrzeit verlängere sich hier um etwa 20 Minuten. Die Züge zwischen NRW-Bremen-Hamburg-Binz sollen laut Bahn nur zwischen Hamburg und Binz fahren.

Die Baumaßnahme wirkt sich auch auf die Strecke Bremen-Hannover aus. Hier können in der Zeit vom 1. Mai bis zum 10. Juli laut Bahn keine direkten Fernverkehrsverbindungen angeboten werden. Die Halte in Verden und Nienburg entfallen.

Auch die Verbindung zwischen Hamburg und Berlin wird etwas ausgedünnt. Hier fahren nach Angaben der Bahn nur noch drei statt vier Fernverkehrszüge alle zwei Stunden.

Während der Streckensperrung werden zahlreiche Züge umgeleitet. Die Bahn muss ihre Zugverbindungen deshalb auch auf anderen Strecken neu organisieren. Zwischen Bremen und Hannover plant die Bahn ohne Fernverkehrszüge. Damit fällt auch die Direktverbindung von Bremen über Hannover nach Berlin weg. Die ICE-Halte in Verden und Nienburg werden zwischen dem 1. Mai und dem 10. Juli 2026 nicht von einem Fernverkehrszug der Bahn bedient.

Auf der Strecke zwischen Hamburg und Bremen verkehren in der Zeit mehr Züge. Das wirkt sich auch auf den Regionalverkehr aus. Laut Metronom fährt die Linie RB41 von Montag bis Freitag nur auf dem Abschnitt zwischen Scheeßel (Landkreis Rotenburg) und Hamburg. Der RE4 ist voraussichtlich neun Minuten länger unterwegs, weil er zwischen Rotenburg (Wümme) und Bremen an allen Bahnhöfen hält. Die Verstärkerzüge zwischen Tostedt (Landkreis Harburg) und Hamburg fallen den Angaben zufolge aus – Ausnahme ist ein Zug am Nachmittag.

Laut Bahn sollen in Uelzen, Bad Bevensen und Bienenbüttel (beides Landkreis Uelzen) und Deutsch Evern (Landkreis Lüneburg) neue Stellwerke gebaut werden. Dabei soll auch neue Leit- und Sicherungstechnik verbaut werden. Auch Bahnstationen sollen erneuert werden – nach Angaben der Bahn in Stelle (Landkreis Harburg), Suderburg (Landkreis Uelzen), Großburgwedel und Langenhagen Mitte (beides Region Hannover). Während der Bauarbeiten sollen zwischen Maschen (Landkreis Harburg) und Hannover-Burg insgesamt etwa 100 Kilometer Gleis, rund 70 Weichen und etwa 15 konstruktive Ingenieurbauwerke erneuert werden. Die Bahn spricht selbst von einer „Qualitätsoffensive“, um die Zuverlässigkeit in dem Streckenabschnitt schon vor der Generalsanierung 2029 spürbar zu erhöhen.

Am 10. Juli sollen laut Bahn die Arbeiten, die im Rahmen ihrer „Qualitätsoffensive“ geplant sind, abgeschlossen sein. Weiterhin ist aber eine Generalsanierung der Strecke Hamburg-Hannover für das Jahr 2029 geplant. Auch dann müsse die Strecke wieder gesperrt werden. Wie sich das auf die Reisenden auswirken werde, ist laut Metronom noch unklar. Es werde aber wohl wieder einen umfangreichen Ersatzverkehr geben. Die Erkenntnisse aus der Sperrung in diesem Jahr sollen dann in die Planungen einfließen.