Italiens Jannik Sinner jubelt nach gewonnenem Satz

Stand: 28.01.2026 12:43 Uhr

Jannik Sinner hat das Halbfinale der diesjährigen Australian Open erreicht. Der Südtiroler besiegte am Mittwoch (28.01.2026) in der Runde der letzten acht den aufschlagstarken US-Amerikaner Ben Shelton nach einer konzentrierten und nervenstarken Leistung in drei Sätzen mit 6:3, 6:4 und 6:4.

Durch seinen Halbfinaleinzug sorgte Sinner auch für eine echte Grand-Slam-Rarität: Das erste Mal seit den French Open 2019 stehen damit die ersten vier Herren der Setzliste auch tatsächlich im Halbfinale. Vor Sinner hatte am Mittwoch auch der an Nummer vier gesetzte Djokovic (durch Aufgabe von Lorenzo Musetti) das Halbfinale erreicht, am Dienstag hatten sich schon die Nummer drei (Alexander Zverev) und die Nummer eins (Carlos Alcaraz) das Ticket für die Vorschlussrunde gesichtert.

Sinner reicht ein Break für den ersten Satz

2019 standen damals Djokovic (eins), Rafael Nadal (zwei), Roger Federer (drei) und Dominic Thiem (vier) im Halbfinale. Bei den Australian Open hatten letztmals 2013 die Top vier das Halbfinale erreicht. Dereinst waren das Djokovic (eins), Federer (zwei), Andy Murray (drei) und David Ferrer (vier).

Dass Titelverteidiger Sinner nach seinen Siegen 2024 und 2025 in Melbourne auch in diesem Jahr nicht zu stoppen ist, musste Shelton vom Start weg erfahren. Zu keinem Zeitpunkt der Partie hatte der US-Amerikaner eine echte Chance gegen den Südtiroler. Schon im ersten Satz hatte Sinner gegen den 23-Jährigen mit dem Raketen-Aufschlag sieben Breakbälle, nutzte einen davon und holte sich den Durchgang.

Jannik Sinner freut sich auf das Halbfinale

In Satz zwei war es nach einem weiteren Break für Sinner etwas offener. Entweder war Sinner cool bei den wichtigen Punkten, oder, und auch das gehörte zur Geschichte des Spiels, Shelton war bei den entscheidenden Punkten zu unkonzentriert und ungenau. So ging auch Satz zwei an den Weltranglistenzweiten.

Im dritten Durchgang blieb es dann lange spannend, ehe Sinner beim Stand von 4:4 das entscheidende Break gelang und kurz darauf das Halbfinale in der Tasche hatte. „Heute habe ich mich schon wieder besser bewegt. Ich bin sehr glücklich, wieder im Halbfinale zu stehen. Das wird bestimmt ein toller Freitag“, betonte Sinner nach dem Match.

Der Südtiroler kann der fünfte Profi in der Geschichte des Profitennis seit 1968 werden, der drei Titel beim Highlight in Down Under gewinnt. Neben Djokovic (10 Titel), Roger Federer (6) und Andre Agassi (4) schaffte dies auch Mats Wilander (3). Zudem wäre Jannik Sinner der vierte Spieler in der langen Turnierhistorie, der mindestens dreimal hintereinander am Yarra River triumphiert hat.