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Köln vor dem nächsten Big-Point-Spiel gegen den VfL Wolfsburg (Freitag, 20.30 Uhr). Bei einer Pleite droht am Wochenende sogar Platz 15. Mit einem Sieg dagegen kann der FC sich endgültig Luft verschaffen im Kampf um den Klassenerhalt. Fakt: Dafür braucht Trainer Lukas Kwasniok (44) seinen wichtigsten Spieler – und ausgerechnet der kämpft derzeit erstmals mit Problemen.

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Kölns Wunder-Junge Said El Mala (19) erlebt sein erstes kleines FC-Tief nach dem Raketen-Start in die Bundesliga und tut sich seit Wochen schwerer, als in seiner Super-Hinrunde. Der Top-Torjäger (7 Tore) konnte zuletzt weder als Joker (Freiburg) noch als Startelf-Spieler (Bayern/Mainz) glänzen und spielt längst nicht so befreit auf, wie noch im Sommer. Zwar traf er zum so wichtigen 2:2 in Heidenheim. Seine völlig unbekümmerte Art scheint ihm derzeit aber abhanden gekommen zu sein.

Erstmals aufgefallen ist das auch Kwasniok schon in der Liga-Pause. „Ich habe im Trainingslager das erste Mal mit ihm darüber gesprochen, hatte erstmals das Gefühl, dass ihn das alles beschäftigt“, sagt der Coach und erklärt: „Es war fast unmenschlich, was Said bislang abgeliefert hat. Jetzt ist er zum ersten Mal in einer Phase, in der sein Weg ins Stocken geraten ist. Er ist vielleicht nicht ganz so leicht unterwegs. Die Erwartungshaltung verändert sich gleichzeitig aber nicht. Alle gehen davon aus: Er ist so durch die Decke gegangen, dann geht es die ganze Zeit auch so weiter.“

Said El Mala (19) ist mit 7 Bundesliga-Buden Kölns Top-Torjäger

Said El Mala (19) ist mit 7 Bundesliga-Buden Kölns Top-Torjäger

Foto: Getty Images

Kwasniok: „Wir begleiten Said auf diesem Weg“

Der Druck, die Öffentlichkeit und der Hype um Kölns Mega-Talent wiegen auf einmal aber doch zu viel. „Wenn du die ganze Zeit im Handy deine Visage vor dir siehst, nicht im Spiegel, sondern im Handy – dann macht das natürlich etwas mit dir und dann gilt es zu lernen, damit umzugehen“, sagt Kwasniok und ist jetzt umso mehr gefordert.

Wie geht der Trainer mit der Situation um? „Wir versuchen es die ganze Zeit, so zu kommunizieren und intern damit so umzugehen, dass der Spieler die Freude an dem, was er am liebsten macht, nicht verliert. Wir begleiten ihn in dieser Phase und auf seinem Weg“, sagt Kwasniok, weiß aber auch: „Wir alle haben das so nicht erlebt.“ Sein Trainer-Rat lautet deshalb: „Es ist für ihn und uns eine neue Situation. Und da gilt es einfach, ganz behutsam mit den Dingen umzugehen und sich vielleicht auch ein bisschen was abzuschauen von Spielern, die in anderen Vereinen in der Vergangenheit schon auch in sehr jungen Jahren gehypt worden sind und wie dann damit umgegangen wurde.“

Wie wirkt sich die El Mala-Situation sportlich aus? Kwasniok: „Wir müssen die richtige Dosis finden zwischen Startelf- und Joker-Einsätzen. Die bekommt er vor allem der Leistung entsprechend. Bei Said gilt, wie bei jedem anderen auch, das Leistungsprinzip. Jetzt müssen wir schauen, ob er am Freitag von Beginn an aufläuft oder von der Bank kommt.“

Fakt: Köln braucht El Mala in Top-Form, um gegen Wolfsburg zu gewinnen!