Neues Ranking

So gefährdet ist Aachen vom Klimawandel

28.01.2026 – 14:31 UhrLesedauer: 2 Min.

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Der weiter außerhalb von Aachen gelegene Stadtteil Kornelimünster nach der Flut 2021: Ein neues Ranking bewertet das Klimarisiko deutscher Städte. (Quelle: Wassilis Aswestopoulos via www.imago-images.de)

Aachen erreicht im neuen Klimarisiko-Ranking einen guten Platz. Viele Küsten- und Rhein-Städte schneiden deutlich schlechter ab.

Die Stadt Aachen hat in einem aktuellen Städteranking zum Klimarisiko den fünften Platz belegt. Das zeigt der erstmals veröffentlichte Indikator „Klimarisiko 2050“ von IW Consult, Wirtschaftswoche und Immoscout24. untersucht wurden 71 deutsche Großstädte mit mehr als 100.000 Einwohnern.

Aachen zählt damit zu den Städten mit der geringsten Anfälligkeit für Klimagefahren. Die Lage im Binnenland schützt vor Sturmfluten, zudem liegt die Stadt abseits großer Flüsse und gilt kaum als hochwassergefährdet. Auch Wasserknappheit spielt laut Ranking nahezu keine Rolle.

Noch besser schneiden nur Remscheid auf Rang eins und Bielefeld auf Rang zwei ab. Salzgitter und Solingen teilen sich Rang drei. Neben Aachen landen weitere nordrhein-westfälische Städte unter den besten Zehn, darunter Dortmund, Bottrop, Bochum, Münster und Wuppertal.

Am anderen Ende der Rangliste steht Bremerhaven auf Platz 71. Die Stadt gilt als am stärksten gefährdet, vor allem durch Sturm, Starkregen und Sturmfluten. Mannheim und Ludwigshafen folgen auf den Rängen 70 und 69. Ihre Lage am Rhein und am Neckar erhöht das Risiko für Überschwemmungen, zugleich droht dort zunehmende Wasserknappheit.

Auch Bremen, Heidelberg und Rostock zählen zu den stärker betroffenen Städten. Frankfurt am Main erreicht Rang 62 und ist damit die einzige Metropole unter den zehn gefährdetsten Städten.

Der neue Indikator „Klimarisiko 2050“, entwickelt vom KA Risk Lab der KA Köln.Assekuranz Agentur GmbH, bewertet die Risikoexposition städtischer Infrastrukturen gegenüber zehn Klimagefahren, darunter Hitzestress, Starkregen, Überschwemmungen, Sturm und Wasserknappheit.

Die Berechnung basiert auf einer flächendeckenden Naturgefahrenanalyse mit Analysepunkten im 100-mal-100-Meter-Raster und einem Klimaszenario mit hohen Treibhausgasemissionen bis 2050.